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Schalke-Boss Tönnies schickt Stevens zum Jubeln in die Kurve

Revierderby

Für Schalke-Fans ist es wie Weihnachten und Ostern an einem Tag: S04 gewinnt das Derby, macht im Abstiegskampf einen großen Schritt nach vorn - und vereitelt dem BVB wohl den Titel.

Dortmund

, 27.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Schalke-Boss Tönnies schickt Stevens zum Jubeln in die Kurve

Jubel nach dem Derbysieg: Schalke-Boss Clemens Tönnies (r.) und Trainer Huub Stevens. © imago

Schalke-Boss Clemens Tönnies höchstpersönlich musste eingreifen. Schalkes Spieler feierten nach dem Derbysieg ausgelassen vor der Gästekurve mit den Fans, Tönnies – mit Schalke-Schal um den Hals – war dabei. Doch einer fehlte. Also ging Tönnies in die Kabine und holte den Mann, den die Fans lautstark gefordert hatten: Trainer Huub Stevens. Der ließ sich von Tönnies sogar einen Schmatzer auf die Wange drücken.

Mit 4:2 (2:1) gewannen die Schalker bei Borussia Dortmund – genauso unerwartet wie verdient.

Huub Stevens’ Sorge nach dem 0:1

Wohl selten waren vor einem Derby die Favoritenrollen so klar verteilt wie am Samstag: Dortmund als Tabellenzweiter hatte 42 Punkte Vorsprung auf Schalke, S04 hatte kam in desolater Form mit gerade einmal zwei gewonnenen Spielen in der Rückrunde. Doch von diesem Klassenunterschied war zunächst nicht viel zu sehen: In den ersten Spielminuten belauerten sich beide Teams, eifrig darauf bedacht, keine Fehler zu machen.

Und so bedurfte es schon eines Geniestreiches, dass der erste Treffer fiel: Jardon Sancho lupfte sehenswert mit viel Gefühl in den Strafraum, Mario Götze erzielte per Kopf das 1:0 für den BVB (14.). Da hatte sich Huub Stevens Sorgen gemacht, wie er nachher zugab: „Oh, wenn jetzt mal nicht wieder der Kopf mitarbeitet.“

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Bundesliga, 31. Spieltag: Borussia Dortmund - Schalke 04 2:4 (1:2)

27.04.2019
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Bilder vom Bundesligaspiel Borussia Dortmund – Schalke 04© dpa
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Bilder vom Bundesligaspiel Borussia Dortmund – Schalke 04© /dpa
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Doch Schalke brauchte nicht lange für den Ausgleich – und muss sich wohl beim Videoschiedsrichter bedanken. Nach einer Flanke in den Dortmunder Strafraum hatte der „Kölner Keller“ ein Handspiel von Julian Weigl gesehen: Schiri Felix Zwayer entschied auf Strafstoß. Daniel Caligiuri behielt auch vor der „Gelben Wand“ die Nerven und traf zum 1:1 (18.).

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Und es kam noch besser für die Schalker: Nach einer Ecke von Caligiuri sprang Salif Sané höher als seine drei Bewacher und traf per Kopf zum 2:1: Schalke hatte das Spiel gedreht (28.).

Damit ging es in die Pause – und die zweite Halbzeit sollte es in sich haben. In der 60. Minute sprang Marco Reus Suat Serdar von hinten in die Beine: Zwayer zeigte Reus die Rote Karte. Den anschließenden Freistoß aus 25 Metern zirkelte Caligiuri in den Winkel: 3:1 (62.).

Zwei Rote Karten in nur fünf Minuten entscheiden das Spiel

Keine fünf Minuten später der nächste Schock für den BVB: Diesmal war es Marius Wolf, der Serdar von hinten attackierte, und erneut griff Schiri Zwayer in die Gesäßtasche: Dortmund spielte ab der 65. Minute nur noch mit neun Mann.

Damit war die Partie entschieden. Zwar ließ der Anschlusstreffer von Axel Witsel (84.) Dortmunds Fans noch einmal kurz hoffen, doch nicht lange: In der 86. Minute bediente Bastian Oczipka Breel Embolo, und der machte mit seinem platzierten Schuss ins Toreck den Derbysieg perfekt.

„Taktisch hat die Mannschaft hervorragend das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, lobte Stevens sein Team. Die Belohnung: Am Montag und Dienstag gab er seinen Jungs trainingsfrei.

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