Schalke beantragt Landesbürgschaft in Höhe von 31,5 Millionen Euro

Schalke 04

Laut Deutscher Presse-Agentur ist über den Antrag aber noch nicht entschieden. Die Bürgschaft soll ein „Betriebsmittel-Darlehen“ in Höhe von 35 Millionen Euro absichern.

Gelsenkirchen

von Norbert Neubaum

, 10.07.2020, 13:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dunkle Wolken über der Veltins-Arena: Da käme die Bewilligung der Landesbürgschaft jetzt gerade recht.

Dunkle Wolken über der Veltins-Arena: Da käme die Bewilligung der Landesbürgschaft jetzt gerade recht. © dpa

Was bereits vor über einer Woche, transportiert vom „Handelsblatt“, durchsickerte, bislang aber wegen der Verschwiegenheitspflicht noch nicht bestätigt wurde, ist nun quasi offiziell: Der FC Schalke 04 hat bei der Landesregierung eine Bürgschaft von 31,5 Millionen Euro für einen Kredit über insgesamt 35 Millionen Euro beantragt. Das geht aus einer vertraulichen Vorlage der Regierung für den Finanzausschuss des Landtags hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Über den Antrag ist demnach noch nicht entschieden.

„Ein gewerbliches Unternehmen“

Wie das Finanzministerium in der Vorlage ausführt, stellt ein Fußballverein der 1. oder 2. Bundesliga „grundsätzlich ein gewerbliches Unternehmen im Sinne der Bürgschaftsrichtlinien dar“ - und ist damit antragsberechtigt. Weitere Anträge lägen zurzeit aber nicht vor.

Der FC Schalke 04 ist in erhebliche finanzielle Turbulenzen geraten, die durch die Corona-Krise und die dadurch bedingten immensen Einnahme-Ausfälle noch weiter beschleunigt wurden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte zuletzt ganz generell erklärt, dass in der Vergangenheit schon häufiger Sportvereinen durch Landesbürgschaften geholfen worden sei - bestätigt hatte Laschet eine Bürgschaft für Schalke allerdings auch nicht.

Für Schalke keine Premiere

Für Schalke selbst wäre der Antrag auf eine Landesbürgschaft keine Premiere: Schon der Bau der Jahr 2001 eröffneten Arena war nur möglich, weil das Land Nordrhein-Westfalen eine 80-prozentige Ausfallbürgschaft auf die von Schalke aufgenommenen Darlehen übernommen hatte. Finanziell „einspringen“ musste das Land allerdings nicht - Schalke hat die Darlehens-Raten pünktlich zurückbezahlt.

Offiziell deklariert ist der neue Schalker 35-Millionen-Euro-Kredit als „Betriebsmittel-Darlehen“. Was das bedeutet, erklärte Schalkes Marketing-und Kommunikationsvorstand Alexander Jobst in einem dpa-Interview. Neue Spieler, so Jobst, dürften davon nicht finanziert werden.

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