Schalke 04 und seine Finanzen: Noch ein Trumpf im Ärmel

Schalke 04

Die Finanzlage des FC Schalke 04 ist angespannt. Aber der Bundesligist hat noch einen Trumpf im Ärmel, den er noch ziehen könnte. Noch ist in dieser Hinsicht keine Entscheidung gefallen.

Gelsenkirchen

, 01.04.2021, 18:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schalke hat seit einigen Jahren ein eigenes E-Sport-Team.

Schalke hat seit einigen Jahren ein eigenes E-Sport-Team. © dpa

Trotz des drohenden Abstiegs aus der Bundesliga kann der FC Schalke 04 sich auf seine Sponsoren verlassen. Marketing-Vorstand Alexander Jobst ist es mit seinen Mitarbeitern gelungen, die Zusammenarbeit mit allen wichtigen Partnern fortzusetzen. „Unsere Sponsoren haben eine unschätzbare Loyalität bewiesen“, freut sich Jobst. Sollte es die angespannte finanzielle Lage erforderlich machen, hat Schalke noch einen Trumpf im Ärmel, um den finanziellen Spielraum zu erweitern.

Dabei handelt es sich um die E-Sport-Lizenz, die die Königsblauen 2018 erworben haben. Deren Wert hat sich in den vergangenen Jahren erheblich gesteigert. Experten schätzen, dass Schalke bei einem Verkauf mit einem zweistelligen Millionenbetrag rechnen kann. „Eine Entscheidung, ob wir das machen werden, wird in den nächsten zwei bis drei Monaten fallen“, so Jobst, der die Entwicklung mit einem lachenden und weinenden Auge sieht.

Trikot-Ausrüster gesucht

Denn einerseits würde ein Verkauf der Lizenz viel Geld in die Vereinskassen spülen, andererseits ist der E-Sport ein Wachstumsmarkt, den Schalke ungern verlassen würde. Von weiteren Steigerungen würde Schalke nicht mehr profitieren.

Die nächste Herausforderung, die Jobst meistern will, ist die Suche nach einem neuen Trikot-Ausrüster, denn die Zusammenarbeit mit Umbro wird in gegenseitigem Einvernehmen vorzeitig 2022 beendet. Beide Seiten hatten sich von der Zusammenarbeit mehr erwartet, räumt Jobst ein. Der Marketing-Vorstand hat längst Gespräche mit potentiellen Interessenten aufgenommen. Denn ungeachtet der derzeitigen sportlichen Krise ist eine Partnerschaft als Ausrüster bei den Königsblauen immer noch sehr attraktiv.

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