Schalke 04 und das Prinzip Hoffnung

Schalke 04

Wo soll das bloß noch enden? Nach dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart lebt der FC Schalke 04 mehr denn je vom Prinzip Hoffnung. Doch es gibt viele Zahlen, die den Königsblauen keinen Mut machen.

Gelsenkirchen

, 01.11.2020, 07:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Bild mit Symbolcharakter: Amine Harit liegt am Boden.

Ein Bild mit Symbolcharakter: Amine Harit liegt am Boden. © dpa

Da ist an erster Stelle natürlich die Tatsache zu nennen, dass Schalke saisonübergreifend nun schon seit 22 Bundesligapartien ohne Sieg ist. Die Bilanz im einzelnen: 0 Siege, 8 Unentschieden und 14 Niederlagen bei 10:57 (!) Toren. In der Historie der Fußball-Bundesliga hatte nur Tasmania Berlin eine noch längere Serie ohne Sieg. In der Saison 1965/1966 gewannen die Berliner 31 Spiele in Folge nicht und stiegen mit nur zehn Punkten und 15:108 Toren ab.

Wer hätte so etwas für möglich gehalten bei einer Schalker Mannschaft, die durchweg nominell als viel besser charakterisiert wird, als es die Ergebnisse aussagen? Doch die sogenannten Experten werden Woche für Woche eines Besseren belehrt.

Nur neun Torschüsse

Nach sechs Spieltagen drängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass die Blau-Weißen um ihre sportliche Existenz kämpfen müssen. Sie haben nach sechs Runden die wenigsten Tore geschossen (3) und die meisten Gegentreffer kassiert (20). Daran werden auch die restlichen drei noch ausstehenden Partien dieses Spieltages nichts mehr ändern.

Auch in vielen anderen Schlüsselkategorien (Chancen, Flanken, Torschüsse) ist Schalke von den vorderen Rängen weit entfernt. Gegen Stuttgart verzeichneten die Gastgeber neun Torschüsse, der Gegner deren 20. Das Offensivspiel lahmt weiterhin. Hält dieser Trend auch am nächsten Samstag beim noch punktlosen Schlusslicht Mainz 05 an, dürfte die Stimmung bei den Fans dem Nullpunkt entgegensteuern.

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