Schalke 04 stellt Strafanzeige, nächstes Training erst am Montag

Schalke 04

Schalke 04 hat nach den schlimmen Vorfällen von Mittwochmorgen entschieden, dass das nächste Training der Profimannschaft erst am Montag stattfinden wird.

Gelsenkirchen

, 23.04.2021, 16:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf Schalke ruht nach dem schlimmen Vorfall von Mittwoch bis zum Montag der Trainingsbetrieb.

Auf Schalke ruht nach dem schlimmen Vorfall von Mittwoch bis zum Montag der Trainingsbetrieb. © dpa

Sportvorstand Peter Knäbel erneuerte bei der Zusammenkunft am Freitag das Angebot, den Spielern und Betreuern alle notwendige Unterstützung zur Bewältigung der Ereignisse zur Verfügung zu stellen.

In einer Pressemitteilung des Vereins heißt es weiterhin: “Schalke 04 hat bereits Maßnahmen eingeleitet, um die Sicherheit von Spielern und Betreuern zu gewährleisten. Des Weiteren wird der Verein Strafanzeige bei der Polizei erstatten und nicht nur die interne Aufklärung der Vorfälle weiter mit ganzer Kraft vorantreiben, sondern dabei auch die Behörden im Rahmen seiner Möglichkeiten bei der Aufklärung unterstützen.“

Gewalt hat niemals eine Berechtigung

Außerdem stellt der Bundesligist noch einmal klar: „Der Club zu keinem Zeitpunkt akzeptieren wird, wenn die Gesundheit von Mitarbeitern bedroht oder gefährdet wird. Dass diese unverrückbare Grenze am Mittwochmorgen überschritten wurde, hat den Verein zutiefst erschüttert. Krisen, Enttäuschungen und vor allem Abstiege sind schmerzhaft, aber sie gehören nun einmal zum Sport. Für die gesamte Schalker Vereinsfamilie – und viele Fans und Mitglieder haben das in klaren Statements bereits deutlich gemacht – muss daher gelten: Gewalt hat niemals eine Berechtigung – weder im Sport, noch in der Gesellschaft.“

Auch DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat die Fan-Attacken auf Schalker Spieler scharf kritisiert. „Die gewalttätigen Übergriffe auf Spieler des FC Schalke 04 sind auf das Schärfste zu verurteilen“, sagte Seifert zum Fußballmagazin „11 Freunde“: „Hier wurde ganz eindeutig eine Grenze überschritten, so etwas hat in der Bundesliga nichts zu suchen.“

Scharfe Kritik von Seifert

Der Chef der Deutschen Fußball Liga wünscht sich in dieser Angelegenheit auch ein deutliches Signal der Anhänger. „In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Entwicklungen im Profi-Fußball zurecht teilweise scharf kritisiert. Zuletzt die Planung einer Super League durch einige Clubs. Nun würde es der einen oder anderen Fan-Organisation ebenfalls gut zu Gesicht stehen, zur Eskalation auf Schalke in aller Klarheit und wahrnehmbar Stellung zu beziehen. Wenn wir über Fehlentwicklungen sprechen, dürfen wir verbale und erst recht körperliche Gewalt nicht ausklammern und müssen diese ohne Wenn und Aber verurteilen.“

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