Im eigenen Stadion tat sich der FC Schalke 04 am Freitagabend gegen Union Berlin mit dem Siegen schwer. Die Mannschaft spielte mit Licht und Schatten: Hier unsere Einzelkritik.

Gelsenkirchern

, 29.11.2019, 22:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alexander Nübel: Sorgte schon in der vierten Spielminute für eine Schrecksekunde, als er dem Berliner Ingvartsen den Ball unbedrängt in die Füße spielte. Machte seinen Fehler aber in der 29. Minute durch eine Glanzparade wett, auch später war der Schalker Keeper wieder mehrmals hellwach. Note: 3,0

Jonjoe Kenny: Konnte sein Offensivpotenzial gegen stark anlaufende Berliner nicht so überzeugend wie sonst auf den Platz bringen. Ließ sich defensiv von der Nervosität seiner Abwehrkollegen anstecken. Note: 3,0

Ozan Kabak: Wie auch schon in den vergangenen Spielen war der türkische Nationalspieler offensiv auffälliger als defensiv: Per Kopf bereitete er das 1:0 durch Raman vor, war hinten aber nicht immer ganz sattelfest. Stark jedoch war, wie er in der 61. das 1:2 verhinderte. Note: 3,0

Matija Nastasic: Kam in der 35. Minute gegen Andrich zu spät und verursachte so den Foulelfmeter, der zum 1:1 führte. Für ihn spricht: Der Strafstoß war durchaus umstritten. Note: 3,5

Bastian Ocipka: Seine Flanke leitete das 1:0 durch Benito Raman ein. Zeigte ansonsten eine eher unspektakuläre Leistung in dieser Begegnung. Note: 3,0

Nübel mit Licht und Schatten, Serdar wird zum Matchwinner

Nicht immer ganz sattelfest: Omar Mascarell. © imago images/Nordphoto

Omar Mascarell: Sollte wie immer als defensiver Part der Doppelsechs dafür sorgen, dass vor dem Tor nicht anbrannte. Das gelang ihm nicht immer, ihm unterliefen ungewohnt viele Flüchtigkeitsfehler, die aber meist folgenlos blieben. Note: 3,5

Weston McKennie: Kam für Mark Uth in der Startbesetzung in die Partie, ersetzte ihn aber nicht positionsgetreu, sondern spielte neben Omar Mascarell auf der Doppelsechs. Nicht immer ganz glücklich in seinen Aktionen, konnte er sich aber in der zweiten Halbzeit steigern. Note: 3,5

Daniel Caligiuri: Es war eine typische Caligiuri-Partie mit Licht und Schatten: Gute und präzise Flanken wechselten sich mit Fehlpässen ab. Seinen Standards fehlte die Präzision. Note: 3,5

Armine Harit: Er legte einen großen Aktionsradius an den Tag und holte sich die Bälle zum Teil tief in der eigenen Hälfte. Das war zum Teil auch dem aggressiven Pressing der Berliner geschuldet. Rannte sich mit seinen Dribblings zu oft fest. Note: 3,5

Suat Serdar: Spielte für seine Verhältnisse recht offensiv auf der Position des verletzten Mark Uth. Zeigte eine kämpferisch sehr starke Partie, konnte aber kaum spielerische Glanzpunkte setzen. Kurz vor Schluss ließ er die Schalker dann aber jubeln und avancierte mit seinem späten Treffer zum Matchwinner. Note: 3,0

Nübel mit Licht und Schatten, Serdar wird zum Matchwinner

Erzielte das 1:0 für Schalke: Benito Raman. © picture alliance/dpa

Benito Raman: Er stand in der 23. Minute da, wo ein Stürmer stehen muss und nagelte den Ball sehenswert aus 14 Metern ins Tor. Auch er spulte ein beeindruckendes Laufpensum ab. In der 59. Minute kam er noch einmal zum Abschluss, schoss den Ball aber dem Berliner Keeper in die Arme. Note: 3,0

Ahmed Kutucu: Kam in der 84. Minute für Raman, ohne Note

Timo Becker: Kam in der 90. Minute für Armine Harit zu seinem Bundesligadebüt, ohne Note

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