Naldo nennt Ex-Trainer Markus Weinzierl seinen Namen

Schalke 04

Nach dem schwachen Saisonstart meldet Ex-Trainer Markus Weinzierl zur Schalker Misere zu Wort. Abwehrchef Naldo findet die Aussagen seines früheren Trainers „respektlos“.

Gelsenkirchen

, 26.09.2018, 18:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Da hielten sie zusammen: Markus Weinzierl (2.v.r.) und Naldo (r.).

Da hielten sie zusammen: Markus Weinzierl (2.v.r.) und Naldo (r.). © dpa

Naldo war am späten Dienstagabend zunächst an den Journalisten in der kleinen Freiburger Mixed-Zone vorbei gegangen. Er hatte nicht gespielt, also wollte er nichts sagen. Eine verständliche Reaktion - so dachten die Medienvertreter.

Nicht namentlich erwähnt

Doch plötzlich kehrte der Schalker Abwehrchef zurück und schimpfte auf den ehemaligen Schalke-Trainer Markus Weinzierl. Dieser hatte am vergangenen Sonntag bei Sky die Frage in den Raum gestellt, „ob es zukunftsträchtig ist, nur defensiv zu denken beziehungsweise das Spiel auf einen 36-Jährigen zuzuschneiden“. Naldo wurde nicht namentlich von Weinzierl erwähnt, aber jeder wusste, dass nur der Deutsch-Brasilianer gemeint sein konnte.

Naldo reagierte empört: „Es ist respektlos, was er gesagt hat. Ich war enttäuscht und geschockt. Er soll einfach seine Klappe halten, sich an die eigene Nase fassen und eine Mannschaft finden. In dem Jahr, das er hier verbracht hat, habe ich ihn immer unterstützt“, so der Defensivspezialist, der Weinzierl auch noch ins Stammbuch schrieb, wie er heißt: „Ronaldo Aparecido Rodrigues.“

Lange Zeit verletzt

Unter Weinzierl hatte Naldo allerdings keine einfache Zeit, weil er lange verletzt gewesen war und sich erst herankämpfen musste. Nach der Entlassung des gebürtigen Straubingers kam Naldo unter Domenico Tedesco voll in Fahrt und verpasste in der letzten Saison keine Bundesligaminute.

Weinzierl reagierte auf Naldos Vorwürfe gegenüber dem „Kicker“ und sagte, dass er sich missverstanden fühlt. „Ich habe Naldo nicht persönlich kritisiert, sondern die Frage nach der Strategie gestellt. Ich schätze Naldo als Menschen und Spieler sehr“, so der 43-Jährige.

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