Mit Mut und Selbstvertrauen zum Angstgegner

Schalke gastiert in Köln

An den 4. Oktober 2015 hat der FC Schalke 04 keine guten Erinnerungen. Nach sechs siegreichen Pflichtspielen beendete der 1. FC Köln mit einem 3:0-Erfolg in der Veltins-Arena die königsblaue Erfolgsserie. Am Samstag (15.30 Uhr) kommt es in Köln zur "Revanche", die jedoch unter gänzlich veränderten Vorzeichen stattfindet.

GELSENKIRCHEN

04.03.2016, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit Mut und Selbstvertrauen zum Angstgegner

Anthony Modeste (r.), hier im Duell mit Junior Caicara, brachte Köln gegen Schalke in Führung.

Schien Schalke bis zu jenem 4. Oktober sportlich auf einem guten Weg zu sein, hat die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter es danach an Konstanz vermissen lassen und mit dem frühzeitigen Aus in beiden Pokalwettbewerben zwei herbe Enttäuschungen hinnehmen müssen. Sogar eine Trainer-Diskussion hat bereits eingesetzt, in dem ehemaligen Gladbacher Erfolgstrainer Lucien Favre wird ein Nachfolgekandidat für Breitenreiter heiß gehandelt.

Schweres Restprogramm für Schalke

Das bedeutet für die Arbeit des Schalker Trainers: Jetzt muss Schalke wenigstens in der Bundesliga die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb packen, damit diese Spielzeit nicht in die Bedeutungslosigkeit verfällt. Das wird schwer genug, denn Schalke bekommt es in den nächsten Wochen noch mit Gegnern wie Hertha BSC, Mönchengladbach, Dortmund und den Bayern zu tun. Vom Ausgang dieser Saison wird auch abhängen, wie der neue starke Mann Christian Heidel seine Personalpläne in die Tat umsetzen kann.

Das weiß natürlich auch Breitenreiter, der auch gestern wieder einmal beklagte, dass von außen sehr viel Unruhe hereingetragen werde. „Doch wir lassen das nicht an uns heran. Die Mannschaft hat beim Sieg gegen den Hamburger SV eine gute Reaktion gezeigt. Das muss der Maßstab sein für die nächsten Spiele“, so der 42-Jährige.

"Möchten unbedingt nachlegen"

Seine Spieler geben sich optimistisch. Max Meyer sagt: „Wir möchten jetzt unbedingt nachlegen und den positiven Schwung nach dem Erfolgserlebnis gegen den HSV mitnehmen. Der Sieg gibt uns Selbstvertrauen. Wir fahren nach Köln, um zu gewinnen.“ Damit das gelingt, gibt Breitenreiter folgende Marschrichtung aus: „Wir müssen mutig auftreten und zielstrebig nach vorne agieren.“

Dabei hat sich an der Schalker Personalsituation nichts geändert. Der Kader wird der derselbe sein wie gegen den Hamburger SV. Eric Maxim Choupo-Moting muss wegen seiner Beckenverletzung weiterhin pausieren. Beim 1. FC Köln ist der Einsatz von Torjäger Anthony Modeste (Kopfprellung) stark gefährdet. „Mein Gefühl sagt mir: Es wird knapp“, erklärte Kölns Trainer Peter Stöger, der bisher alle drei Spiele unter seiner Regie gegen die Königsblauen gewonnen hat.