Manager Horst Heldt freut und ärgert sich

„Die Plomben rausgefallen“

„Wir haben die Steilvorlage aus Mönchengladbach nicht genutzt“, ärgerte sich Schalke-Manager Horst Heldt noch vor einer Woche nach dem 1:1 in Hoffenheim. Diesmal klappte es. Mönchengladbach patzte erneut (nur 0:0 gegen Hertha BSC), während Schalke 04 nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg gegen Hannover 96 und einer Galavorstellung von Raúl als Tabellendritter nun fünf Punkte Vorsprung auf Rang vier hat.

Gelsenkirchen

von Von Frank Leszinski und Norbert Neubaum

, 09.04.2012, 22:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf Schultern getragen: Jefferson Farfan hat nach dem 3:0 von Klaas-Jan Huntelaar noch genügend Kraft, seinen Mannschaftskameraden hoch leben zu lassen. Foto: Karsten Rabas / NBM

Auf Schultern getragen: Jefferson Farfan hat nach dem 3:0 von Klaas-Jan Huntelaar noch genügend Kraft, seinen Mannschaftskameraden hoch leben zu lassen. Foto: Karsten Rabas / NBM

„Trotz des Fünf-Punkte-Vorsprungs ist noch nichts entschieden, denn wir haben noch schwere Spiele vor der Brust. Wir müssen jetzt in Nürnberg nachlegen.“

„Die Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist, war nach dem schweren Europacup-Spiel in Bilbao so nicht zu erwarten. Das 3:0 war ein Schritt in die richtige Richtung.“

„Beim zweiten Tor von Raúl sind mir die Plomben rausgefallen. Seine Leistung war der Wahnsinn. Wie er vor dem 2:0 diese unglaubliche Idee hat, den Ball mit der Sohle zurückzuziehen. Ich hatte mit einem Pass in die Mitte gerechnet, da holt er diesen Trick raus. Das war schon Weltklasse, mir stand der Mund offen.“

„Wir kennen seine Prioritäten nicht. Ich glaube, dass viele Faktoren eine Rolle spielen: Will er weiter Fußball spielen? Will er vielleicht noch ein anderes Land kennenlernen? Es geht nicht um Geld und nicht um die Dauer des Vertrages geht. Es geht um seine persönliche Zukunftsplanung. Ich kann nur sagen, was ich vermittelt bekomme. Ein Wechsel nach Katar würde mich sehr überraschen. Ich glaube dem Berater mehr als den Meldungen aus Spanien.“

„Das ist respektlos gegenüber unseren Torhütern. Ich finde das nicht in Ordnung, das gehört sich nicht. Ich muss mich für ein Thema rechtfertigen, dass ich nicht aufgesetzt habe. Wir haben nie gesagt, dass wir uns mit einem neuen Torhüter beschäftigen. Wir machen uns über keinen Torhüter Gedanken, das ist an den Haaren herbeigezogen. Ich finde, dass unsere Torhüter einen erstklassigen Job machen. Wir mussten den weltbesten Torwart ersetzen – davon spricht niemand mehr. Ich würde gerne mal lesen, dass sie gut spielen – und nichts über Wiese, Trapp oder Zieler.“

„Der Zustand des Rasens ist nicht zufriedenstellend, wir kennen die Problematik. Er liegt seit November, Dezember drin, normalerweise hält ein Rasen länger als vier, fünf Monate. Der Rasen bedarf in den kommenden Wochen und Monaten einer gründlichen Sanierung. Diese Saison kriegen wir das aber nicht mehr hin.“

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