Kommentar: Schon wieder Unruhe auf Schalke

Ärmel hochkrempeln

Wer Clemens Tönnies etwas näher kennt, weiß, wie sehr der Schalke-Boss momentan leidet. Mit Niederlagen kann der 60-Jährige nur schwer umgehen. Fallen sie so aus wie gegen Frankfurt, verlässt Tönnies auch schon mal früher das Stadion - aus Frust und Enttäuschung.

GELSENKIRCHEN

29.01.2017 / Lesedauer: 2 min
Kommentar: Schon wieder Unruhe auf Schalke

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt.

Denn die großen Hoffnungen, die der Aufsichtsrats-Vorsitzende mit der Verpflichtung von Christian Heidel als Manager und Markus Weinzierl als Trainer verbunden hat – sie haben sich bisher nicht erfüllt. Spielt die Mannschaft in dieser desolaten Verfassung weiter, könnte Schalke schon im Februar alle Saisonziele verspielt haben. Und dann? Feuert Tönnies Heidel und Weinzierl und proklamiert den nächsten Neuanfang?

Die Spieler in die Pflicht nehmen

Das wäre der völlig falsche Weg. Die Führungsebene der Königsblauen muss nun Einigkeit demonstrieren und Manager sowie Trainer den Rücken stärken. Schalke war sich vor Saisonbeginn einig, endlich für mehr Nachhaltigkeit auf wichtigen Positionen sorgen zu wollen. So schmerzhaft ein Jahr ohne Europapokal-Teilnahme wäre, wieder auf neues Personal zu setzen, bringt keine Gewähr für Erfolg. Vielmehr sollten die Spieler in die Pflicht genommen werden, noch mehr für ihren Klub zu arbeiten. Schließlich spielen sie doch bei einem selbst ernannten Kumpel- und Malocherklub.

Wenn das kein billiger PR-Gag sein soll, heißt es, noch mehr die Ärmel hochzukrempeln und für Schalke alles zu geben. Denn nur wenn der Fan in jedem Spiel den Eindruck hat, dass die Spieler über 90 Minuten leidenschaftlichen Einsatz zeigen, wird sich ein solches Pfeifkonzert wie am Freitag nicht wiederholen. Und das wäre schon mal ein kleiner Anfang in die richtige Richtung.

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