Knäbel bestätigt: Schalkes Planungs-Schwerpunkt ist die Zweite Liga

Schalke 04

Spätestens nach dem 0:0 gegen Mainz 05 geht der Schwerpunkt der Schalker Zukunftsplanungen Richtung Zweite Liga - das hat Sportchef Peter Knäbel im „Doppelpass“ von Sport1 bestätigt.

Gelsenkirchen

, 07.03.2021, 13:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalkes kommissarischer Sportchef Peter Knäbel: Planungs-Schwerpunkt ist die Zweite Bundesliga.

Schalkes kommissarischer Sportchef Peter Knäbel: Planungs-Schwerpunkt ist die Zweite Bundesliga. © dpa

Zwar dürfe und werde, so Knäbel, man auch in den letzten zehn Bundesliga-Spielen nichts abschenken, aber angesichts der Gesamtsituation werde der Hautaugenmerk der Schalker Planungen nun auf die Zweite Bundesliga gelegt.

Inwieweit er selbst diese Planungen in seiner kommissarischen Fuktion als Sportchef nur anschieben oder vielleicht sogar längerfristig durchführen kann, sei für ihn selbst noch unklar. Ansprechpartner, so Knäbel, sei der Aufsichtsrat. Ob und in welcher Form er möglicherweise auch unter einem neuen Sportvorstand (im Gespräch hält sich hartnäckig der Name Horst Heldt) arbeiten würde, eventuell als Sportdirektor, ließ Knäbel offen.

Relativ konkrete Vorstellungen hat Knäbel bezüglich der Zweitliga-Planungen der Königsblauen: Ziel müsse es sein, in der Zweiten Liga direkt oben mitzuspielen: „Weil der Start sehr wichtigr ist.“ Es gelte bei den Planungen, die Fehler, die andere größere Klubs gemacht hätten, zu vermeiden.

Sofort oben mitspielen

Wer damit gemeint gewesen sein könnte, liegt auf der Hand: Der Hamburger SV beispielsweise, der als Bundesliga-Dino auf die Rückkehr ins Oberhaus wartet, oder die Schalker Freunde vom 1. FC Nürnberg, die froh sein konnten, dass sie in der vergangenen Saison nicht aus der Zweiten Liga abgestiegen sind, in der für den Club der Blick nun auch wieder eher nach unten als nach oben geht. Oder Hannover 96 - auch die Niedersachsen sehen sich eigentlich als potenziellen Erstligisten, müssen sich den Wiederaufstieg aber auch in dieser Saison wohl abschminken.

Immerhin sind sie alle wenigstens noch in der Zweiten Liga. Es gibt Schalke Fans, die fürchten angesichts der mangelnden Konkurrenzfähigkeit der Schalker Mannschaft in dieser Saison schon die Gefahr des Durchreichens in die Dritte Liga. Auch hierfür gibt es ein prominentes Beispiel: Der 1. FC Kaiserslautern kämpft in Liga drei derzeit gegen den Abstieg.

S04 stieg zweimal direkt auf

Schalke selbst ist allerdings ein gutes Beispiel, dass die Rückkehr in die Erste Liga auch relativ schnell wieder glücken kann: Nach den beiden ersten Abstiegen in den 80er Jahren folgte der direkte Wiederaufstieg. Nach Abstieg Nummer drei im Jahr 1988 brauchte es immerhin drei Anläufe, um 1991 wieder zurückzukehren. Es sollte eigentlich der letzte Aufstieg der Vereins bleiben. Nun muss umgedacht werden.

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