Klaas-Jan Huntelaar lebt Schalkes Final-Traum

Im Aufwind

Das Los FC Bayern München im DFB-Pokal-Viertelfinale hat beim FC Schalke 04 nicht gerade für Begeisterungsstürme gesorgt. Über das Comeback von Stürmer Klaas-Jan Huntelaar freuten sich die Königsblauen da schon mehr. Der Stürmer träumt vom Finale in Berlin. Dabei macht ein Blick ins Jahr 2011 den Schalkern Mut.

GELSENKIRCHEN

10.02.2017, 07:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Er lacht wieder: Klaas-Jan Huntelaar meldete sich nach langer Verletzungspause zurück.

Er lacht wieder: Klaas-Jan Huntelaar meldete sich nach langer Verletzungspause zurück.

Als die Spieler des FC Schalke 04 kurz nach Mitternacht erfuhren, dass sie im Pokal-Viertelfinale beim FC Bayern München (1. März / 20.45 Uhr) antreten müssen, wird es sicherlich keine Begeisterungsstürme gegeben haben. „München muss nicht sein, da waren wir ja gerade erst“, hatte Alessandro Schöpf kurz nach Schalkes überzeugendem 4:1-Erfolg beim SV Sandhausen noch zu Protokoll gegeben.

Letzter Pokalsieg 2011 macht Mut

Doch sein Wunsch ging nicht in Erfüllung, sodass Schalkes Hoffnungen, sich mit dem Gewinn des DFB-Pokals auf dem kürzesten Weg für die Europa League zu qualifizieren, einen Dämpfer erhielten. Allerdings bewies der Bundesliga-Auftritt in München erst vor wenigen Tagen, dass die Gastgeber keine Siegesgarantie besitzen. Und auch ihre jüngste Pokal-Historie macht den Königsblauen Mut. Denn auf dem Weg zum letzten Pokalsieg im Jahre 2011 musste Schalke im Halbfinale beim deutschen Rekordmeister antreten und gewann durch ein Tor von Raul mit 1:0.

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Was die aktuelle Verfassung betrifft, bewies der überzeugende Sieg in Sandhausen, dass die Leistungskurve nach oben zeigt. „Wir haben im Spielaufbau schneller nach vorn gespielt und uns auf das Kurzpassspiel konzentriert. Das war eine überzeugende Leistung“, sagte Trainer Markus Weinzierl.

Zwei Treffer nach Standards

Und endlich war sein Team auch bei Standards erfolgreich. Was bisher noch gar nicht in dieser Saison geklappt hatte, gelang in diesem Pokal-Achtelfinale, nämlich zwei Treffer nach Ecken durch Konoplyanka und Naldo.

 

Die Passquote von 91 Prozent machte zudem deutlich, dass Höwedes und Co. über die gesamte Spielzeit sehr konzentriert zu Werke gingen. „Wenn wir so weiter spielen, wird es schwer, uns zu schlagen“, sagte Guido Burgstaller, der erstaunlich wenig Anpassungsschwierigkeiten in der Bundesliga hat.

Gute Laune dank Huntelaar-Comeback

Nicht nur über den mühelosen Sieg durften sich die Schalker freuen. Auch das Comeback von Klaas-Jan Huntelaar, der nach über drei Monaten Verletzungspause in den letzten vier Minuten ran durfte, sorgte für gute Laune. „Ich bin heiß darauf wiederzukommen und will für Schalke wieder wertvoll sein“, sagte der Niederländer. Huntelaar: „Ich habe alles getan, um so schnell wie möglich wieder fit zu sein. Aber es ist etwas anderes, wenn man mit 33 Jahren solch eine Verletzung hat als mit 18 Jahren.“

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Nun hofft der Mittelstürmer nach und nach auf mehr Spieleinsätze. Bis zum Pokal-Viertelfinale bei den Bayern bleibt ihm noch etwas Zeit. „Das Endspiel in Berlin wäre etwas ganz Besonderes. Wir haben diesen Traum,“ so der Schalker Stürmer.