Kein Verfahren gegen Schalke-Boss Clemens Tönnies

Schalke 04

Der Deutsche Fußball-Bund wird kein Verfahren gegen Clemens Tönnies wegen seiner umstrittenen Afrika-Äußerungen einleiten. Gleichwohl widerspricht die Ethikkommission dem Schalker Ehrenrat.

Gelsenkirchen

29.08.2019, 13:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kein Verfahren gegen Schalke-Boss Clemens Tönnies

Die DFB-Ethikkommission hat ihr Urteil über Clemens Tönnies gefällt. © dpa

Denn die Ethikkommission missbilligte die Äußerungen von Tönnies und wertete sie als „rassistisch“. Tönnies‘ Aussagen seien ein Verstoß gegen die Grundsätze aus der Satzung des Deutschen Fußball-Bundes. Es werde allerdings kein Verfahren eröffnet, „da Herr Tönnies bei der eingehenden Anhörung und Befragung überzeugend vermitteln konnte, dass er kein Rassist ist“, heißt es in der Stellungnahme der Ethikkommission.



Der Schalke-Boss hatte beim „Tag des Handwerks“ in Paderborn vorgeschlagen, im Kampf gegen den Klimawandel statt Steuererhöhungen lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika zu finanzieren. Und fügte hinzu: „Dann würden die Afrikaner aufhören Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn‘s dunkel ist, Kinder zu produzieren.“



Als erste Konsequenz seiner skandalösen Aussagen hatte Tönnies seine Schalke-Ämter als Mitglied des Aufsichtsrats und dessen Vorsitz für drei Monate ruhen lassen. Der Schalker Ehrenrat sah damals den „Vorwurf des Rassismus unbegründet“. Stattdessen soll Tönnies „gegen das in der Vereinssatzung und im Leitbild verankerte Diskriminierungsverbot“ verstoßen haben.

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