Kein "Clexit" - aktuell die beste Lösung

Kommentar

Wer mag, kann das als kleinen Denkzettel für Clemens Tönnies interpretieren: Bei seiner Wiederwahl in den Aufsichtsrat bekam der Fleisch-Fabrikant von den Schalker Mitgliedern diesmal nicht die meisten Stimmen. Trotzdem schaffte Tönnies den erneuten Sprung ins Kontrollgremium mit deutlichem Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern.

Gelsenkirchen

von Von Norbert Neubaum

, 27.06.2016 / Lesedauer: 2 min
Kein "Clexit" - aktuell die beste Lösung

Grünes Licht von den königsblauen Mitgliedern: Clemens Tönnies wurde gestern wiedergewählt.

Kein „Clexit“ also auf Schalke. Der war trotz der öffentlich geführten Auseinandersetzung innerhalb des Aufsichtsrates allerdings auch nicht zu erwarten – alleine schon deshalb, weil die vermeintlichen „Rebellen“ ein viel zu diffuses Bild abgaben, um Tönnies gefährden zu können.

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Bilder der Mitgliederversammlung auf Schalke

Bilder der Schalker Mitgliederversammlung.
26.06.2016
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Bilder der Mitgliederversammlung auf Schalke.© Foto: dpa
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Über Clemens Tönnies als Typen und über seine dominante Art der Amtsführung kann man unterschiedlicher Meinung sein. An einer Feststellung lässt sich allerdings nicht rütteln: Wer Schalke sachlich und ohne den Zynismus und die Häme betrachtet, mit der dieser Verein gern begleitet wird, muss den Weg der Königsblauen seit Mitte der 90-er Jahre in seiner Gesamtheit als Erfolgsgeschichte in sportlicher und wirtschaftlicher Hinsicht anerkennen. 

Und daran hat auch Clemens Tönnies als langjähriger Chef des Aufsichtsrates großen Anteil. Insofern ist seine Wiederwahl für Schalke aktuell die beste Lösung. Nicht auszuschließen, dass der 60-Jährige nun vor seiner letzten Amtsperiode auf Schalke steht – er sollte dabei die Chance nutzen, den Dialog mit seinen Kritikern zu suchen. Dass der im Sinne des Vereins dringend nötig ist, wurde in vielen Wortgefechten überdeutlich.

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