Kabak spürt auf Schalke viel Leidenschaft

Schalke 04

Ozan Kabak ist zurück. Nach seinem gelungenen Comeback gegen Viktoria Köln will der Abwehrspieler jetzt auch in der Bundesliga durchstarten.

Gelsenkirchen

, 09.09.2019, 18:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kabak spürt auf Schalke viel Leidenschaft

Auf dem Vormarsch: Ozan Kabak. © Imago

Wer ganz genau hinschaute, dem wurde beim Testspiel zwischen Schalke 04 und Viktoria Köln schnell klar, warum die Königsblauen in der Sommerpause Ozan Kabak verpflichtet haben. Kopfballstark, einsatzfreudig und vor allem sehr zweikampfstark – in vielen Spielsituationen war zu beobachten, dass der 19-Jährige für Schalke durchaus ein Gewinn sein kann.



Zwar waren vier Gegentore gegen einen Drittligisten für Schalke viel zu viel, doch Kabak trug dafür keine Verantwortung. Es fehlte in der Defensive vielmehr an den Automatismen, zumal Matija Nastasic (Länderspiele mit Serbien) und Salif Sané (Belastungssteuerung) nicht zur Verfügung standen.


Absage an das Nationalteam



Kabak wirkte hinterher im Gespräch mit den Journalisten genauso in sich ruhend, wie zuvor auf dem Platz. Seine Zufriedenheit offenbarte sich mehr in seinem Gesichtsausdruck als in seinen Worten. Der 19-Jährige ist ein höflicher, aber noch sehr zurückhaltender Mensch, der natürlich seine neue Umgebung noch besser kennenlernen muss.



Enorm wichtig war für den Verteidiger, „dass mein Fuß wieder in Ordnung ist. Ich hatte keine Probleme und fühle mich fit.“ Auch wenn die Verletzung, die sich der türkische U21-Nationalspieler bereits am zweiten Trainingstag zugezogen hatte, sehr ärgerlich war, brachte sie Kabak nicht aus der Ruhe.



Fuß macht keine Probleme mehr



Apropos Nationalmannschaft. Kabak hatte letzte Woche eine Einladung zum A-Team, doch nach einem Gespräch mit allen Beteiligten entschied man, dass er auf Schalke bleibt und dort erst einmal in der Bundesliga Fuß fassen soll. Ohne Spielpraxis zum Nationalteam zu fahren, hätte auch wenig Sinn gemacht.



Dagegen hält Kabak einen Einsatz bereits im nächsten Bundesligaspiel am Sonntag in Paderborn für möglich. „Ich habe nur drei Partien verpasst und viel mit unseren Konditionstrainern gearbeitet. Ich bin bereit für das nächste spiel, aber wir werden sehen...“


Zuschauerrolle war hart


Dass die Zuschauerrolle zum Saisonstart ihm einiges abverlangt hat, räumt der Defensivspezialist bereitwillig ein. „Das war hart für mich, aber es gehört zum Fußball“, so der 19-Jährige, der an seiner neuen Wirkungsstätte in Gelsenkirchen „viel Leidenschaft“ verspürt. Kabak: „Das ist wie bei den Galatasaray-Fans. Ich liebe sie. Ich werde versuchen, sie glücklich zu machen. Das ist eine große Motivation, wenn du die vollen Tribünen siehst und 60.000 Menschen dir zusehen“.



Zusätzliche Motivation dürfte bei Schalkes Neuzugang das Extra-Lob von Trainer David Wagner hervorrufen. „Man hat seine Präsenz und Ruhe am Ball sofort gesehen“, sagte der 47-Jährige.


Verrückter Empfang


Dass er zum Trainingsstart von einigen Landsleute frenetisch gefeiert wurde, hat ihn sehr gefreut. Kabak: „Das war ein verrückter Empfang, vielleicht hat Schalke durch meine Verpflichtung nun ein paar Fans mehr. In der Türkei schauen jetzt alle Galatasaray-Fans wegen mir die Schalke-Spiele.“

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