In der Schalker Defensive drückt noch der Schuh - so reagiert David Wagner

Schalke 04

Offensiv ist Schalke nach Meinung der Verantwortlichen gut aufgestellt - in der Defensive könnte der Klub allerdinsg noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden.

Fuente Alamo

, 07.01.2020, 14:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
In der Schalker Defensive drückt noch der Schuh - so reagiert David Wagner

Wieder fit: Innenverteidiger Matija Nastasic steht in der Rückrunde wieder zur Verfügung. © imago

Einer für (fast) alle: Das könnte glatt das Motto der Schalker Transferaktivitäten sein, was die Offensivabteilung angeht. Mark Uth (Köln), Fabian Reese (Kiel) und Steven Skrzybski (Düsseldorf) haben den Verein in der Winterpause verlassen, einziger Neuzugang ist bislang Stürmer Michael Gregoritsch.

Das klingt auf den ersten Blick nach einem Ungleichgewicht, und so mag die Aussage von Sportdirektor Jochen Schneider verwundern, dass der Bedarf des Vereins an Offensivspielern gedeckt sei. Schaut man sich aber die Einsatzzeiten des Trios an, relativiert sich diese Sicht: Skrzybski kommt in der Bundesliga auf null Einsatzminuten, Uth und Reese wurden nur sporadisch eingesetzt. Mit Gregoritsch kommt jetzt ein Spieler dazu, der Stammelfpotenzial hat - diese Rechnung könnte also aufgehen.

So lange fallen Stambouli und Sané aus

Doch der Ex-Ausgburger muss nicht der letzte Neuzugang der Winterpause bleiben: Anfang der Woche war bekantlich Aufsichtsratschef Clemens Tönnies zu Gast im Trainingslager, Sportvorstand Jochen Schneider, Marketingvorstand Alexander Jobst und Kaderplaner Michael Reschke sind ohnehin vor Ort. Bei einem Treffen am Montag steckten die Verantwortlichen die Ziele für die Rückrunde ab.

Gut möglich, dass dabei auch über die Verpflichtung eines weiteren Verteidigers gesprochen wurde - denn in der Defensive besteht durchaus Verstärkungsbedarf.

Schuld daran ist das Verletzungspech: MIt Salif Sané und Benjamin Stambouli fallen zwei gestandenen Innenverteidiger bis weit in die Rückrunde hinein aus.

Wagner hatte auf Stambouli gehofft

Vor allem der Ausfall von Stambouli kam für die sportliche Leitung überraschend: Vor dem letzten Hinrundenspiel gegen Freiburg hatte es noch kurz so ausgesehen, als stünde der Franzose kurz vor der Rückkehr in den Kader - dann erwies sich die Verletzung, der Bruch eines Fußwurzelknochens, doch als so gravierend, dass er noch einige Wochen geschont werden muss.

„Wir hatten gehofft, dass er mit nach Spanien kommt“, gab Trainer David Wagner zu. Hätte sich diese Hoffnung erfüllt, gäbe es keinen Bedarf mehr an weiteren Verpflichtungen - jetzt wollten weder Wagner noch Jochen Scheider ausschließen, dass noch etwas passiert. „Ich hätte aber auch keinen Bauchschmerzen, wenn sich nichts mehr tut“, beruhigte Wagner.

So reagierte Matija Nastasic auf die Wechselgerüchte

Immerhin: Mit Matija Nastasic steht ein etatmäßiger Innenverteidiger wieder zur Verfügung - vor der Winterpause musste mit Bastian Oczipka noch ein Außenverteidiger „umgeschult“ werden und neben Ozan Kabak aushelfen. „Ich kann wieder voll mit der Mannschaft trainieren“, gab Nastasic grünes Licht.

Um den Serben hatte es in der Winterpause noch wilde Gerüchte gegeben: Angeblich habe Nastasic den Wunsch geäußert, nach Italien zu wechseln. Das habe ihn so getroffen, dass er sich per Instagram-Post zu Wort meldete, um die Gerüchte auszuräumen. „Das war ein Schock für mich mich“, sagt er. „Ich bin wirklich glücklich hier und habe außerdem noch einen gültigen Vertrag.“