In der Schalker Abwehr ist der Konkurrenzkampf besonders hart

Schalke 04

Wer hält Schalkes Abwehr dicht? Auf Trainer David Wagner könnte bald ein Luxusproblem in der Abwehr zukommen. Denn hier ist der Konkurrenzkampf besonders hart.

Gelsenkirchen

, 06.09.2019, 22:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
In der Schalker Abwehr ist der Konkurrenzkampf besonders hart

Benjamin Stambouli (l.) und Matija Nastasic (2.v.r.) sind Konkurrenten in der Schalker Innenverteidigung. © picture alliance/dpa

In diesem Mannschaftsteil kämpfen vier Spieler in der Innenverteidigung um zwei Plätze. Die Kandidaten sind Benjamin Stambouli, Matija Nastasic, Ozan Kabak und Salif Sané. In den ersten drei Pflichtspielen ließ Trainer Wagner Benjamin Stambouli und Matija Nastasic verteidigen. Das war nachvollziehbar, denn Salif Sané stieg wegen seiner Teilnahme am Afrika-Cup erst verspätet in die Vorbereitung auf die neue Saison ein, während Ozan Kabak großes Pech hatte und sich bereits in der zweiten Trainingseinheit so schwer am Fuß verletzte, dass er wochenlang ausfiel.



Im Heimspiel gegen Hertha BSC stand Kabak dann das erste Mal im Schalker Kader. Damit ist er im Zeitplan. Sportvorstand Jochen Schneider hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, dass er mit Kabak nach der Länderspielpause rechnet, also für das Bundesliga-Auswärtsspiel in Paderborn.


„Mit Gehirn spielen“

Gegen die Berliner verteidigte in der Innenverteidigung erstmals Stambouli mit Sané, weil Nastasic wegen eines Infektes nicht zur Verfügung stand. Stambouli will sich nicht festlegen lassen, welche Position er bevorzugt, Innenverteidigung oder defensives Mittelfeld. Auch auf letztgenannter Position hat der Franzose in den vergangenen Spielzeiten schon starke Leistungen abgeliefert.



„Ich fühle mich sehr gut als Innenverteidiger, aber die Konkurrenz ist stark“, betonte Stambouli kürzlich. Der 29-Jährige weiß, dass er in puncto Schnelligkeit zwar Defizite hat, „aber dann musst du mit Gehirn spielen und viel antizipieren“, sagte Stambouli mit einem Grinsen.


Gutes Teamwork mit Jonjoe Kenny

Das kann er ohne Zweifel gut. Viele Angriffe der gegnerischen Mannschaften ahnt der Franzose voraus und kann sie schon im Ansatz unterbinden.

Auch mit Neuzugang Jonjoe Kenny, der auf der rechten Außenbahn prächtig eingeschlagen hat, klappt die Zusammenarbeit auf dem Spielfeld sehr gut. Stambouli: „Ich versuche Jonjoe Mut zu machen, nach vorne zu verteidigen. Er weiß, dass ich hinter ihm bin, um abzusichern“, so Stambouli.



Wenn Nastasic nächste Woche gesund von der serbischen Nationalmannschaft zurückkehrt und Kabak weiter Fortschritte macht, darf man gespannt sein, welche Personalpläne Wagner in der Innenverteidigung verfolgt.



Während Jonjoe Kenny auf der rechten Außenbahn nach seinen starken Leistungen in den vergangenen Wochen gesetzt scheint, könnte auf der linken Seite mehr Bewegung entstehen. Denn der bisher konkurrenzlose Bastian Oczipka muss sich gegen den vom FC Barcelona ausgeliehenen Juan Miranda behaupten. Bei dessen Leihe herrscht, was die Laufzeit betrifft, übrigens ein bisschen Verwirrung. Während Schalke bisher immer von einer zweijährigen Leihe spricht, gibt es Meldungen aus Spanien, wonach Barcelona Miranda schon nach einem Jahr zurückholen könnte.

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