Im Schalker Tor: Vorteil Ralf Fährmann

Schalke 04

Wergeht als neue Nummer eins im Tor des FC Schalke 04 in die neue Bundesligasaison? Eine Vorentscheidung scheint gefallen zu sein.

Längenfeld

, 28.08.2020, 18:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hatdie Kampf um die Nummer eins wohl die Nase vorn: Torwart Ralf Fährmann (r.).

Hatdie Kampf um die Nummer eins wohl die Nase vorn: Torwart Ralf Fährmann (r.). © dpa

Routinier Ralf Fährmann gegen Youngster Markus Schubert – so heißt das Duell seit Beginn der Saisonvorbereitung im Tor der Königsblauen. Doch mittlerweile ist Fährmann ganz klar in der Favoritenposition. Beim knappen Testspielerfolg gegen Aris Saloniki (1:0) zeigte der gebürtige Chemnitzer zahlreiche Glanzparaden, die auch David Wagner zu einem Lob veranlassten: „Ralle ist in sehr guter Verfassung“, sagte der Schalker Trainer.

Klar positionieren wollte sich Wagner öffentlich nicht, dafür sei es noch zu früh. Doch für Fährmann spricht nicht nur die aktuelle Form, sondern auch die Tatsache, dass sein Konkurrent über einigen Trainingsrückstand verfügt. Zunächst musste Schubert wegen einer Grippe pausieren, dann gehörte er zu den vier Spielern der sogenannten Kontaktgruppe eins (zusammen mit Benito Raman, Guido Burgstaller und Michael Langer), die engen Kontakt zum Corona-Infizierten im Trainingslager in Längenfeld hatten.

Kontaktgruppe 1 bleibt in Längenfeld

Wegen dieser Problematik sind die vier genannten Spieler nicht am Freitag mit nach Gelsenkirchen zurückgereist. Sie trainieren bis Mitte der Woche unter Anleitung von Co-Trainer Christoph Bühler individuell weiter in Längenfeld. Das ist in Österreich gestattet, während das Quartett in Deutschland in Quarantäne gemusst hätte und damit zur Untätigkeit verurteilt worden wäre.

Dennoch verliert Schubert durch diese Corona-Geschichte wertvolle Zeit und die Chance, in den Testspielen notwendige Wettkampfpraxis zu sammeln. Deshalb spricht aktuell alles für Ralf Fährmann als Schalkes Nummer eins im Tor. Der gebürtige Chemnitzer will es seinen Kritikern zeigen, die ihn schon abgeschrieben hatten. Gegen Aris Saloniki zeigte der 31-Jährige am Freitag insbesondere auf der Linie, dass er noch nichts von seinem Können verlernt hat.

Wichtige Rolle von Langer

Nach einem „Seuchenjahr“ brennt Fährmann vor Ehrgeiz. Die Ausleihen zu Norwich City und Brann Bergen erwiesen sich im Nachhinein als falsche Entscheidungen für seinen Karriereverlauf. Nun will er in Schalke an sein früheres Leistungsniveau anknüpfen. Dabei profitiert er auch von den Ratschlägen von Michael Langer. Der 35-Jährige ist zwar in der Hierarchie nur der dritte Schalker Torhüter. Doch er ist für Ralf Fährmann und Markus Schubert enorm wichtig, weil er sie in jeder Trainingseinheit kräftig unterstützt.

Obwohl schon im reifen Torhüteralter hat Langer noch keinen Gedanken an das Karriere-Ende verschwendet. „Solange meine Knochen mitmachen, werde ich weitermachen“, sagte der Routinier mit einem Grinsen im Trainingslager in Längenfeld, das die Schalker einen Tag früher als ursprünglich geplant beendeten.

Lob für Bozdogan und Thiaw

Grund dafür war die Tatsache, dass aufgrund des Corona-Falls das geplante Testspielprogramm zusammengestrichen werden musste. Am Freitag sollten ursprünglich zwei Testspiele stattfinden. Da sich das nicht realisieren ließ, machte sich die Schalker Delegation früher als geplant auf den Heimweg. Am Samstag wird schon wieder in Gelsenkirchen trainiert.

Während im Tor die Würfel wohl gefallen sind, gilt das für die übrigen Mannschaftsteile nicht. Auch die jungen Spieler mischen kräftig im Konkurrenzkampf mit. Wagner lobte insbesondere die beiden Jungprofis Malick Thiaw und Can Bozdogan.

Außerdem dürfte der Konkurrenzkampf noch viel größer werden, wenn Schalke Neuzugänge verpflichtet. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren.

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Der FC Schalke 04 und die Torwartfrage