Heldt nimmt Schalke-Boss Tönnies in Schutz

"Kein Chaosklub"

Horst Heldt hat den von den Fans kritisierten Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies in Schutz genommen. "Clemens Tönnies wird nach dem Muster schwarz oder weiß bewertet. Der Wahrheit wird das nicht gerecht", sagte der am Wochenende beim Fußball-Revierklub scheidende Manager der "Süddeutschen Zeitung".

Gelsenkirchen

13.05.2016 / Lesedauer: 2 min
Heldt nimmt Schalke-Boss Tönnies in Schutz

Schalke-Manager Horst Heldt verteidigt seinen noch aktuellen Klub.

"Tönnies hatte in all den Jahren erheblichen Anteil daran, dass der Verein so dasteht, wie er dasteht." Bei der Verabschiedung von Heldt im letzten Saisonheimspiel am vorigen Samstag gegen Augsburg war Tönnies ausgepfiffen worden. "Man führt hier, wie so oft, eine emotionale Debatte, die aber an den Fakten vorbeigeht", kritisierte Heldt.

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Horst Heldts Karriere auf Schalke im Zeitraffer

Fünfeinhalb Jahre Schalke gehen für Horst Heldt mit dem letzten Spieltag der Saison 2015/2016 zu Ende. Obwohl sich Schalke in drei Jahren in Serie für die Champions League qualifizieren konnte, wird die Amtszeit des 46-Jährigen von vielen Fans kritisch gesehen. Wir blicken auf Horst Heldts Schalke-Karriere zurück.
11.05.2016
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Schalkes neues Vorstandsmitglied Horst Heldt (r.) bei seiner Vorstellung im Juli 2010 mit Aufsichtsratsvorsitzendem Clemens Tönnies und Felix Magath.© Foto: dpa
Nach der Trennung von Trainer Felix Magath im Jahr 2011 wurde der Vorstand neu geordnet. Heldt war seit dem 16. März 2011 für den sportlichen Bereich verantwortlich.© Foto: dpa
Im März 2011 stellt Horst Heldt Ralf Rangnick als neuen Trainer vor.© Foto: dpa
Horst Heldt, Manuel Neuer und Ralf Rangnick verkünden im April 2011 den Wechsel des Nationalkeepers nach München.© Foto: dpa
Im September 2011 tritt Schalke-Trainer Ralf Rangnick aus gesundheitlichen Gründen zurück. Horst Heldt muss sich erneut auf Trainersuche begeben.© Foto: dpa
Kurze Zeit später kann Horst Heldt Huub Stevens als Nachfolger von Rangnick präsentieren.© Foto: dpa
Im Dezember 2012 übernimmt Jens Keller nach 446 Tagen das Amt von Huub Stevens.© Foto: dpa
Gemeinsam mit Keller kann Horst Heldt die Vertragsverlängerung von Julian Draxler im Mai 2013 verkünden.© Foto: dpa
Im August 2013 stellt Horst Heldt mit Jens Keller Kevin-Prince Boateng als neuen Spieler vor.© Foto: dpa
Im Oktober 2014 übernimmt der 44 Jahre alte Roberto Di Matteo das Amt des bisherigen Chef-Trainers Jens Keller. Keller war 660 Tage im Amt.© Foto: dpa
Nach nur 231 Tagen ist für Di Matteo Schluss. Zur Saison 2015/2016 kommt Andre Breitenreiter vom SC Paderborn.© Foto: dpa
Im letzten Heimspiel der Saison 2015/2016 wird Horst Heldt nach fünfeinhalb Jahren auf Schalke verabschiedet. Sein Nachfolger Christian Heidel übernimmt ab Pfingstsonntag.© Foto: dpa

Der Manager, der sein Amt nach dem Saisonfinale an diesem Samstag in Hoffenheim an den bisherigen Mainzer Christian Heidel abtritt, verwies auf die positive Entwicklung der vergangenen Jahre. "Schalke ist im UEFA-Ranking bis auf Platz sieben gestiegen, wir haben - allein während meiner Amtszeit - mehr als 100 Millionen Euro an Verbindlichkeiten abgebaut, gerade investiert der Verein 20 Millionen Euro in den Ausbau des Geländes."

Schlagzeilen über den "Chaosklub" Schalke hält Heldt für überzogen: "Ich finde nicht, dass das Etikett gerechtfertigt ist. Schalke ist kein Chaosklub. Dieser Verein lebt eben sehr intensiv, er beschäftigt, begeistert und enttäuscht bisweilen auch mal eine Menge Leute."

Von dpa

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