Schalkes Sportvorstand hat nun wichtige Entscheidungen zu treffen. Ganz oben auf der Liste steht die Trainerfrage - ist Schneider noch von Wagner überzeugt, muss er auch an ihm festhalten.

von Norbert Neubaum

Gelsenkirchen

, 22.06.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der sportliche Sturzflug, die durch die Corona-Krise beschleunigten Finanzprobleme, die Posse um den Härtefall-Antrag, der Rücktritt von Finanzvorstand Peter Peters, die Aufsehen erregende Entlassung von Mini-Jobbern – Schalke hat in der schaurigen Rückrunde so viele Baustellen eröffnet, dass es fast unmöglich ist, alle gleichzeitig zu bearbeiten. Bleiben wir also beim Kerngeschäft, das letztlich immer die Basis für den Gesamtzustand eines Profi-Vereins ist.

Das ist auf Schalke der Fußball, und auf dieser Baustelle droht akute Einsturzgefahr. Gefordert ist Jochen Schneider – als Sportvorstand obliegt es seiner Verantwortung, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ganz oben steht dabei die Trainerfrage. Ist ein Trainer wie David Wagner, der mit seiner Mannschaft nur noch durch die Liga geistert, überhaupt noch „haltbar“? Niemand würde wohl mit der Wimper zucken, wenn Schneider seine Wunschlösung „opfert“ und einen neuen Trainer sucht, dafür ist Wagners aktuelle Bilanz zu verheerend.

Der Nächste, bitte?


Der Nächste, bitte – Schneiders Vorgänger haben so gehandelt, nachhaltig erfolgreicher wurde Schalke nicht. Wenn Schneider der Überzeugung ist, Wagner ist nach wie vor der Richtige – dann muss er an ihm festhalten. Der letzte S04-Manager, der mit seinem Trainer durch dick und dünn ging und sich nicht reinreden ließ, war Rudi Assauer. Der Trainer hieß Huub Stevens.

So entstand erst gar keine Baustelle, von denen Schalke derzeit zu viele hat – der Aufsichtsrats-Chef seit einigen Tagen sogar auf einer ganz anderen Ebene...

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