Braucht Schalke einen Kadermanager? Diese Frage geistert seit Anfang der Woche durch die Medien. Manager Christian Heidel setzt sich gegen den Vorschlag zur Wehr - hält er das durch?

Gelsenkirchen

, 12.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Der Zeitpunkt hätte nicht schlechter gewählt sein können. Ausgerechnet vor den letzten drei Bundesligaspielen vor der Winterpause, die ganz wesentlich für die Bewertung der ersten Saisonhälfte sind, bekommt das einheitliche Bild, das Schalke seit dem Amtsantritt von Sportvorstand Christian Heidel vermittelt hat, die ersten kleinen Risse.

Dass Heidel sich zur Wehr setzt und einen Kaderplaner ablehnt, ist nachvollziehbar. Ein Sportvorstand, der in einer seiner Kernkompetenz nicht mehr alleinverantwortlich handeln kann, ist erheblich geschwächt. Nach innen wie nach außen.

Diese Angst geht bei Schalkes Führungskräften um

Andererseits muss Kritik an der Transferpolitik von Heidel erlaubt sein. Dass sie zunehmend öffentlich erfolgt, macht deutlich, wie stark Schalke unter Druck steht. Die nächste Saison ohne internationalen Fußball zeichnet sich bereits im Dezember 2018 als Schreckenszenario ab. Es wäre die zweite in drei Jahren unter der Führung von Heidel. Deshalb geht bei den Führungskräften die Angst um, den Anschluss an die Spitzenvereine im In- und Ausland zu verlieren, die über ganz andere finanzielle Möglichkeiten als Schalke verfügen.

Die öffentliche Diskussion über Heidels Transferpolitik wird zur Folge haben, dass seine Zu- und Abgänge in der Winterpause mit Argusaugen beobachtet und bewertet werden. Der Druck auf Heidel wächst, aber er ist erfahren genug, um damit umzugehen. Heidel weiß ganz genau: Die nächsten Transfers müssen sitzen – schnell und ohne Eingewöhnungszeit. Wenn nicht, drohen unruhige Zeiten.