Boateng, Matip und Co: Aus Schalke in die große, weite Welt

Schalke 04

Kevin-Prince Boateng beim FC Barcelona? Diese Meldung sorgt für Erstaunen. Der Ex-Schalker ist aber nicht der einzige, der nach seiner Zeit bei Königsblau bei einem Top-Klub landete.

Gelsenkirchen

, 22.01.2019 / Lesedauer: 4 min
Boateng, Matip und Co: Aus Schalke in die große, weite Welt

Diese Ex-Schalker spiele alle heute bei europäischen Top-Vereinen: Kevin-Prince Boateng (FC Barcelona), Eric Maxim Choupo-Moting (PSG) und Joel Matip (FC Liverpool). © imago

Der Wechsel von Kevin-Prince Boateng zum FC Barcelona hat in der Fachwelt für Erstaunen gesorgt. Dass Boateng im Laufe seiner Karriere auch mal für die Königsblauen spielte, ist in diesem Zusammenhang nur eine Randnotiz. Führt man sich jedoch einmal vor Augen, wer alles einmal das Schalker Trikot trug und mittlerweile für europäische Top-Clubs spielt, kommt man auf eine erstaunlich lange Liste. Wir nennen einige Spieler ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Mesut Özil: Im Sommer 2005 wechselte Özil in die Jugendabteilung des FC Schalke 04, wo er wesentliche Impulse für seine weitere Karriere von Trainer Norbert Elgert erhielt. Bis heute halten Özil und Elgert engen Kontakt. Bereits in seiner Premierensaison in der Bundesligasaison 2006/2007 kam Özil auf 19 Einsätze. Doch nach Unstimmigkeiten mit dem Klub wechselte Özil bereits 2008 zu Werder Bremen und startete dann seine internationale Karriere ab 2010 bei Real Madrid und ab 2013 bei Arsenal London. Krönung seiner Karriere war der Weltmeistertitel 2014.

Ivan Rakitic: Zum Vize-Weltmeister mit Kroatien brachte es Rakitic, der seit 2014 Stammkraft beim FC Barcelona ist. Solch eine Karriere hatte man dem Mittelfeldspieler auf Schalke nicht zugetraut. Zu langsam, ohne Durchschlagskraft, hieß es immer wieder zwischen den Zeilen, wenn die Sprache auf Rakitic kam. Deshalb zierte sich Trainer-Manager Felix Magath nicht und ließ Rakitic im Januar 2011 ohne großen Transferpoker zum FC Sevilla ziehen. Doch Rakitic belehrte seine Kritiker eines Besseren.

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Stammkraft bei Barca: Vize-Weltmeister Ivan Raktitc. © imago

Leroy Sané: Mehr oder weniger vorauszusehen war dagegen die Entwicklung von Sané zu einem Top-Spieler. Als die Bayern noch von Pep Guardiola trainiert wurden, geriet der Coach bei Sané regelrecht ins Schwärmen. Kein Wunder, dass „Pep“ den schnellen Stürmer 2016 zu Manchester City transferierte. Schalke kassierte die Rekordablösesumme von 50 Millionen Euro, die sich durch Boni noch erhöhen kann.

Julian Draxler: Der gebürtige Gladbecker sollte eigentlich für viele Jahre das Gesicht des FC Schalke 04 werden. Seine vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2018 glich einer spektakulären PR-Inszenierung. Doch bereits im August 2015 verließ der Weltmeister (2014) Schalke und wechselte zum VfL Wolfsburg. Nach nur einer Saison spielt Draxler bei Paris Saint-Germain, umgeben von zahlreichen Superstars wie Neymar und Kylian Mbappé.

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Über Wolfsburg ging es nach Paris: Julian Draxler. © imago

Joel Matip: Der gebürtige Bochumer hatte seit seinem neunten Lebensjahr beim FC Schalke gespielt und von da an alle Jugendmannschaften durchlaufen. Von 2009 bis 2016 spielte er bei den Profis - in den letzten Jahren war er in der Innenverteidigung gesetzt. Jürgen Klopp, der Matip aus der Bundesliga gut kannte, holte ihn 2016 zum FC Liverpool. Derzeit ist Matip allerdings verletzt.

Sead Kolasinac: „Den hätten sie halten müssen“, ist die beinahe einheitliche Meinung unter den Schalke-Fans. Der bullige Außenverteidiger, der 2012 mit Schalke Deutscher A-Jugendmeister wurde, hatte sich zu einem richtig guten Bundesligaspieler entwickelt. 2017 lief sein Vertrag aus - und obwohl Kolasinac im Winter zuvor deutliche Signale ausgesendet hatte, dass er gerne bleiben würde, kamen keine Gespräche zustande. Als Schalke im Frühjahr doch verlängern wollte, war es zu spät - da hatte „Seo“ schon beim FC Arsenal unterschrieben.

Eric Maxim Choupo-Moting: Auch so ein Spieler, von dem man nicht unbedingt erwartet hätte, dass er nach seiner Schalker Zeit bei einem der europäischen Top-Vereine landet. „Choupo“ spielte von 2014 bis 2017 bei den Königsblauen, nach Ablauf seines Vertrages wechselte er zum englischen Verein Stoke City. Seit 2018 verstärkt der Stürmer den Millionenkader von Paris Saint-Germain - dort gelang ihm bislang immerhin ein Treffer.

Thilo Kehrer: Der bisher letzte Schalker Spieler, der zu einem internationalen Top-Club wechselte, ist Thilo Kehrer. Auch er ist seit dieser Saison für Paris am Ball. Bei einer Ablösesumme von 37 Millionen Euro konnten die Königsblauen nicht Nein sagen. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2023. Kehrer erhofft sich unter Trainer Thomas Tuchel nicht nur nationale Titel, sondern er will auch in der Champions League eine gute Rolle spielen.

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