Ist Schalke an einem der begehrtesten deutschen Nachwuchsstars dran? Glaubt man einem Gerücht, soll einer der U21-Vize-Europameister auf dem Zettel von Kaderplaner Michael Reschke stehen.

Herzlake

, 18.07.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie lautet das Gerücht?

Laut einem Bericht der „Bild“ hat Schalke beim Werben um Außenverteidiger Benjamin Henrichs den Hut in den Ring geworfen. Henrichs spielt seit einem Jahr beim AS Monaco, auch Werder Bremen und Bayern München sollen Interesse an dem 22-Jährigen haben.

Was zeichnet den Spieler aus?

U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz, der Henrichs in vier von fünf EM-Spielen einsetzte, hält große Stücke auf ihn. „Er ist mein Ansprechpartner auf dem Platz“, schwärmte Kuntz nach während der EM und lobte auch die Entwicklung, die der Spieler in den letzten Jahren gemacht habe: „Benni Henrichs ist ein Mann geworden.“

Henrichs, Sohn eines deutschen Vaters und eine ghanaischen Mutter, stammt aus Bocholt. In der Jugend spielte er bei Bayer Leverkusen, dort erhielt er auch 2015 seinen ersten Profivertrag. 2018 wechselte Henrichs für 20 Millionen Euro zu AS Monaco. Dort absolvierte er in der vergangenen Saison 22 Einsätze und erzielte ein Tor.

Henrichs ist gelernter Außenverteidiger und wird meist auf der linken Seite eingesetzt, kann aber auch rechts spielen. Sein Problem: In Monaco ist sein Konkurrent um einen Stammplatz der französische Weltmeister Djibril Sidibe. Ohnehin ist der Kader von Monaco derzeit riesig, sodass ein Abschied durchaus Sinn ergeben würde. Allerdings hat Henrichs bei den Monegassen noch einen Vertrag bis 2023.

Was sagt unser Schalke-Experte Matthias Heselmann?

Ein Kauf des Mannes, der im vergangenen Sommer noch 20 Millionen Euro gekostet hat, scheint ausgeschlossen: Das kann sich Schalke gerade schlichtweg nicht leisten – außer, Sportvorstand Jochen Schneider findet Vereine, die vergleichbare Summen für Nabil Bentaleb, Hamza Mendyl oder Yevhen Konoplyanka zahlen. Das scheint derzeit nicht sehr wahrscheinlich.

An einem Leihgeschäft ist Monaco nicht wirklich interessiert, ein Kompromiss wäre eine Leihe mit eingebauter Kaufoption. So oder so müsste sich Schalke finanziell allerdings strecken, um den Transfer zu realisieren.

Benjamin Henrichs zu Schalke 04 - ist das realistisch?

Kennt Benjamin Henrichs noch aus gemeinamen Leverkusener Zeiten: Schalkes Kaderplaner Michael Reschke. © imago

Was für Schalke spricht: Kaderplaner Michael Reschke und Henrichs kennen sich noch gut aus der gemeinsamen Zeit bei Leverkusen, der Spieler selbst hatte angedeutet, dass er Schalke bevorzugen würde.

Unser Fazit:

Ein Wechsel würde zwar für beide Seiten Sinn ergeben: Henrichs bekäme auf Schalke sicherlich mehr Einsatzzeit als in Monaco, die Königsblauen würden sich auf der Außenverteidigerposition deutlich verstärken. Ob der Wechsel zustande kommt, hängt letztendlich vom Geld ab – und davon, ob Schalke seine „Ladenhüter“ los wird.

Benjamin Henrichs zu Schalke 04 - ist das realistisch?

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