Am Morgen nach dem 1:3 gegen Bremen: Schalke beurlaubt David Wagner

Schalke 04

Damit zieht der Verein die Konsequenzen aus 18 sieglosen Bundesliga-Spielen in Serie. Auch Co-Trainer freigestellt. Hoffnung auf die Wende war vergebens.

Gelsenkirchen

, 27.09.2020, 10:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beurlaubt: Schalkes Cheftrainer David Wagner.

Beurlaubt: Schalkes Cheftrainer David Wagner. © dpa

Am Ende ging dann doch alles ganz schnell. Eine Nacht brauchten die Schalker Entscheidungsträger rund um Sportvorstand Jochen Schneider nach der 1:3-Niederlage gegen Werder Bremen, um dann am Sonntagmorgen die nicht unerwartete Entscheidung zu verkünden: Der FC Schalke 04 hat Cheftrainer David Wagner mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Auch Wagners Co-Trainer Christoph Bühler und Frank Fröhling wurden freigestellt.

„Wir alle hatten gehofft, dass wir die sportliche Wende zusammen mit David Wagner schaffen können. Leider haben die ersten beiden Spieltage der neuen Saison nicht die dafür notwendigen Leistungen und Resultate gebracht“, begründete Jochen Schneider die Entscheidung. Schneider galt einer der wenigen Fürsprecher von Wagner im Schalker Führungszirkel - vor allem im Aufsichtsrat soll die Kritik an dem Schalker Trainer immer größer geworden sein.

„Bin der Haupt-Verantwortliche“

Am Ende fehlten Wagner aber auch die Argumente. Seit Beginn der Saison 2019/20 im Amt hatte der „Eurofighter“ von 1997 eine starke Hinrunde mit der Mannschaft hingelegt, nach dem 2:0-Sieg im ersten Rückrundenspiel gegen Borussia Mönchengladbach war er mit den Königsblauen allerdings sieglos geblieben. Saisonübergreifend 18 Bundesliga-Spiele in Folge - das ist ein echtes Brett und negativer Vereinsrekord.

Nach dem Bremen-Spiel hatte Wagner festgestellt, „dass die Mannschaft nicht das auf den Platz bringt, was sie im Training zeigt. Und dafür bin ich der Haupt-Verantwortliche“. Ein Nachfolger steht offenbar noch nicht fest. Bis zum Spiel in Leizpig ist eine Interims-Lösung möglich - da steht natürlich die Schalker „Stamm-Interimslösung“ Mike Büskens ganz oben auf der Spekulationsliste. Huub Stevens, der in der vergangenen Saison für Domenico Tedesco eingesprungen war, hatte gegenüber den Ruhr Nachrichten glaubhaft versichert, nicht mehr als Profi-Cheftrainer arbeiten zu wollen.

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