Alex Nübel soll bleiben - und Markus Schubert sagt, warum er zu Schalke kam

Schalke 04

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider hat ein Machtwort gesprochen: Torwart Alexander Nübel bleibt mindestens noch ein Jahr auf Schalke. Ein Nachfolger steht schon in den Startlöchern.

Gelsenkirchen/Herzlake

, 16.07.2019, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alex Nübel soll bleiben - und Markus Schubert sagt, warum er zu Schalke kam

Spielen auch im kommenden Jahr für das gleiche Team: Alex Nübel und Markus Schubert, hier im Trikot der U21-Nationalmannschaft. © imago

Fußballfans wetten bekanntlich gerne: Über den Ausgang eines Spiels, wer Meister wird und absteigt, und vor Saisonbeginn auch schon einmal über das Thema Transfers. Wer zurzeit eine Wette laufen hat, ob Alexander Nübel auch in der aktuellen Saison im Schalker Tor steht, der hat seit Dienstag gute Karten.

Denn Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider hat sich festgelegt: Unabhängig davon, ob Nübel, der auf Schalke noch einen Vertrag bis zum kommenden Sommer hat, das Angebot zur Vertragsverlängerung annimmt oder ablehnt, solle der Keeper bis 2020 im Schalker Trikot spielen. „Einen Verkauf in diesem Sommer kann ich ausschließen“, legte Schneider sich fest.

So begründet Schneider seine Entscheidung

Das heißt: Schalke würde im schlechtesten Fall auf viel Geld verzichten. Denn an Nübel, soviel ist bekannt, ist mit Bayern München ein Verein interessiert, der durchaus eine beträchtliche Millionensumme für den 22-Jährigen bezahlen würde – im kommenden Sommer wäre der Keeper ablösefrei zu haben.

„Wir haben sportliche Ziele für das nächste Jahr“, begründete Schneider. „Alex hat in der Rückrunde einen super Job gemacht, deswegen wäre es eine falsche Entscheidung, ihn abzugeben.“ Das heißt im Klartext: Der sportliche Wert Nübels ist wichtiger, als eine satte Transfereinnahme.

Nübel soll sich zeitnah für oder gegen Schalke entscheiden

Noch besser aus Schalker Sicht wäre es natürlich, wenn Nübel sich dazu entschiede, über die kommende Saison hinaus bei den Königsblauen zu bleiben. Am Dienstag ist Nübel wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, jetzt soll es zeitnah Vertragsgespräche mit ihm geben.

Eine Hängepartie wie vor zwei Jahren mit Leon Goretzka solle es aber nicht geben. „Es gibt kein konkretes Datum, aber wir haben uns darauf verständigt, dass wir relativ zügig agieren“, erläuterte Schneider. Es ginge dabei nicht um drei oder vier Tage – bis zum Saisonbeginn oder darüber hinaus wolle man aber auch nicht warten. Schneider: „Es ist wie im Privatleben – irgendwann muss man einmal eine Entscheidung treffen.“

Darum ist Schubert Torwart geworden

Eine Entscheidung für Schalke getroffen hat Markus Schubert: Am Dienstag stellte sich der Torwart, der vom Zweitligisten Dynamo Dresden zu Schalke gewechselt war, noch vor der Abreise ins Kurztrainingslager in Herzlake den Fragen der Journalisten.

Die erfuhren, dass Schubert bei der Berufsfindung streng genommen keine Wahl hatte: „Mein Vati war Torwart, mein ältere Bruder war Torwart“, zählt der 21-Jährige auf. „Ich hab eine Tante, die als Torhüterin gespielt hat, und meine Mutti hat in der Schule beim Handball auch im Tor gestanden.“ Für Schalke hat sich Schubert entschieden, weil der Verein „mir eine Perspektive bieten kann“, sagt der Keeper.

In der aktuellen Saison wird der gebürtige Sachse aber zunächst die zweite Geige hinter Nübel spielen - daran ließ auch Schneider keinen Zweifel. Wie es dann weitergeht - das bleibt Stoff für zukünftige Wetten.