Benjamin Stambouli (M.) hat als Aktiver gegen den BVB noch nicht verloren. © dpa
Schalke 04

Zwei Schalker Derby-Experten beschwören die Wende

Ralf Fährmann und Benjamin Stambouli sind die Schalker Derby-Experten. Vor dem nächsten Duell gegen den BVB am Samstag (18.30 Uhr, Sky) beschwören sie die Wende.

Derby-Stimmung? Die ist vor dem nächsten Aufeinandertreffen zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund (Sa. 18.30 Uhr, Sky) bisher nicht zu spüren. Auf Schalke ist das kein Wunder, denn die prekäre Lage am Tabellenende hat mit Sportvorstand Jochen Schneider ein weiteres Opfer gefunden.

Das sorgte wieder einmal für viel Gesprächsstoff. Ein Umstand, der die ohnehin schon labile Lage weiter verkompliziert. Denn neben dem drohenden Abstieg weiß aktuell offenbar niemand so richtig, in welche Richtung die Personalplanungen laufen.

„Nicht gut für die Konzentration“

Davon bleiben natürlich auch die Schalker Spieler nicht unberührt. Das räumte Torwart Ralf Fährmann am Mittwoch ein. „Das ist nicht gut für die Konzentration. So was wie die Trennung von Jochen Schneider am Saisonende bekommst du als Spieler natürlich mit. Aber wir können es nicht beeinflussen. Ich habe höchsten Respekt vor seiner Arbeit“, so Schalkes Nummer eins.

Schneider hatte am Dienstag die Mannschaft informiert, bevor die Entscheidung an die Öffentlichkeit kam. Wie das intern aufgenommen wurde, mochte Ralf Fährmann nicht verraten. Er bekräftigte jedoch, dass die Turbulenzen nicht als Alibi für schwache Leistungen herhalten dürfen.

Besondere Vorzeichen

„Das Derby gegen den BVB steht unter besonderen Vorzeichen. Egal, was vorher bei beiden Mannschaften passiert ist, dieses Spiel hat eigene Gesetze“, betonte Schalkes Nummer eins, der sich wieder ins Tor zurückgekämpft hat und einer der wenigen königsblauen Spieler in den vergangenen Wochen war, denen man eine ordentliche Bundesliga-Verfassung attestieren konnte.

Doch ein guter Torwart allein wird nicht ausreichen, um gegen den BVB zu bestehen, auch wenn der Erzrivale um die Teilnahme an der Champions League nach einigen Punktverlusten zittern muss. Fährmann weiß das angesichts von nur neun Punkten aus 21 Bundesligapartien nur zu gut und hat deshalb seinen Mannschaftskameraden einige Derby-Videos zusammengestellt.

Fährmann und sein erstes Derby

Sozusagen als emotionale Einstimmung für diesen Bundesliga-Klassiker, mit dem übrigens die Karriere von Fährmann begann. Am 13. September 2008 durfte der gebürtige Chemnitzer in Dortmund sein Debüt feiern, weil Manuel Neuer und Mathias Schober verletzt waren.

Schalke führte nach 54 Minuten mit 3:0, doch als Christian Pander (Gelb-Rot) und Fabian Ernst (Rot) vom Platz mussten, schafften die Gastgeber in der Schlussminute noch das 3:3. Fährmann: „Diese Partie werde ich nie vergessen“.

Das gilt auch für Schalkes zweiten Derby-Experten Benjamin Stambouli, dessen besonderes Spiel gegen den BVB war das spektakuläre 4:4 im Jahr 2017 nach 0:4 Rückstand. Der Franzose hatte mit zwei Assists wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Schalker Aufholjagd, die der aktuelle Co-Trainer Naldo mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit krönte.

Stambouli und seine Serie

Stambouli kennt als aktiver Kicker das Gefühl der Niederlage gegen Dortmund nicht, seit er 2016 zu den Königsblauen wechselte. Seitdem gab es neun Duelle zwischen beiden Teams, wobei der BVB drei gewann. Doch bei diesen Niederlagen war Stambouli zweimal aus Verletzungs- und einmal aus Leistungsgründen nicht im Einsatz.Fährmann kämpferischIm Interview mit dieser Zeitung hatte der 30-Jährige das Derby mal als Spiel für „große Geschichten“ und „verrückte Momente“ bezeichnet. Bisher hat Schalke jedoch in dieser restlos enttäuschenden Saison noch kein großes Gefühlskino geboten.

Nur in negativer Hinsicht, wenn man sich die Abstände zu den anderen Teams vor Augen führt. Doch Fährmann will vom Abstieg noch nichts wissen. „Ich glaube fest an den Klassenerhalt. Und so ist auch die Stimmung in der Kabine“, betont der 32-Jährige. Das Derby wäre der geeignete Zeitpunkt, den Worten Taten folgen zu lassen.

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