Die Zukunft von Salif Sané auf Schalke ist noch nicht geklärt. © RHR-FOTO
Schalke 04

Wie plant Schalke 04 mit Abwehrspieler Salif Sané?

Im Kader des FC Schalke 04 gibt es noch eine Reihe von personellen Unwägbarkeiten. Das betrifft zum Beispiel Salif Sané, dessen Vertrag noch bis zum 30. Juni 2022 läuft.

Wie geht es weiter mit Salif Sané? Diese Frage ist noch offen. Dass Sané ein lukratives Arbeitspapier besitzt, ist kein Geheimnis. Insofern ist er in einer komfortablen Verhandlungsposition. Gibt es keine reizvollen Angebote für den 30-Jährigen, bleibt der Senegalese eben noch ein Jahr auf Schalke.

Ob die Königsblauen aber sportlich überhaupt mit dem Innenverteidiger planen, ist eine andere Geschichte. Während Trainer Dimitrios Grammozis sich intern dafür stark gemacht haben soll, dass Sané bleibt, gilt es natürlich auch die finanzielle Seite zu bedenken. Da heißt die Frage: Kann sich Schalke überhaupt noch einen Spieler leisten, der zwischen drei und dreieinhalb Millionen Euro verdienen soll?

Kein ernstfaftes Interesse

Auch die Frage nach der Leistungsfähigkeit des Defensivspezialisten muss Schalke für sich klären. Denn seit August 2019 bestritt Sané von 68 möglichen Pflichtspielen nur 29. Und die nicht einmal alle von Beginn an, weil der Senegalese immer wieder mit Knieproblemen zu kämpfen hatte. Diese sorgten dafür, dass er allein in der Abstiegssaison mehrere Monate verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass nach Informationen dieser Zeitung bisher noch kein handfestes Interesse anderer Vereine an der Verpflichtung des Innenverteidigers besteht, der 2018 für acht Millionen Euro von Hannover 96 verpflichtet wurde.

Kein einfacher Charakter

Ist Sané allerdings fit, könnte er gerade für die jungen Spieler in der Schalker Mannschaft ein wichtiger Bezugspunkt mit seiner langjährigen Profi-Erfahrung sein. Schalke wird sich wohl noch einige Zeit in Geduld üben müssen, um einschätzen zu können, ob in die Personalie Sané Bewegung kommt.

Der 30-Jährige gibt sich in der Öffentlichkeit extrem schüchtern, ist andererseits aber auch kein einfacher Charakter. In Hannover wurde er beispielsweise wegen mehrfachem Fehlverhalten für längere Zeit in die U23-Mannschaft degradiert. Seiner Popularität schadete dies jedoch nicht. In seinem letzten Spiel für Hannover wurde er von den 96-Anhängern tränenreich verabschiedet.

Auf Schalke gab es diese Verhaltensauffälligkeiten zwar nicht mehr, aber so viel scheint sicher: Die Königsblauen werden reichlich Überzeugungsarbeit leisten müssen, um Sané von ihrer Gehaltsliste zu bekommen.

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