Wie immer sehr engagiert am Spielfeldrand: Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
Schalke 04

Warum Dimitrios Grammozis seiner Mannschaft keine Vorwürfe macht

Groß war die Enttäuschung beim FC Schalke 04 nach dem verpatzten Zweitliga-Auftakt gegen den Hamburger SV. Und der Ausfall von Danny Latza wiegt schwer.

Nach der 1:3 (1:0)-Auftaktniederlage gegen den Hamburger SV stand Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Aber er betonte auch: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“. Der HSV sei „eine echte Topmannschaft mit einem sehr starken Kader“. Deshalb wollte der 43-Jährige lieber über die positiven Dinge sprechen, die er bei seiner Mannschaft gesehen hatte.

Da war zum Bespiel die Vielzahl an Möglichkeiten, die sich Schalke in den 90 Minuten herausgespielt hatte. Vor allem Simon Terodde bewies nicht nur mit seinen Treffer, sondern auch mit weiteren guten Aktionen, warum ihn die Königsblauen unbedingt verpflichten wollten.

Terodde belebt die Offensive

Für seinen ersten Pflichtspiel-Treffer in seinem neuen Klub benötigte der 33-Jährige nur sieben Minuten. Doch weil sich dann Nachlässigkeiten einschlichen und der HSV seine Chancen besser nutzte, stand unter dem Strich eine bittere Niederlage.

Tatsächlich scheiterten die Schalker immer wieder am starken Gäste-Torhüter Daniel Heuer Fernandes, der unter anderem gegen Thomas Ouwejan und Terodde parierte. „So eng ist Fußball. Das sind Zentimeter, die da fehlen“, ärgerte sich Terodde: „In dieser Phase müssen wir einfach treffen. Wir hatten die Dinger auf dem Fuß.“

Nur 28 Prozent Ballbesitz

Blieb Schalke in der Vorbereitung bis auf Salif Sané von schwerwiegenden Verletzungen verschont, gibt es schon nach dem ersten Spieltag das nächste Sorgenkind. Danny Latza musste bereits nach einer halben Stunde verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Ohne den Kapitän fehlte Schalke der Zugriff in der Zentrale und damit auch die Möglichkeit, für Entlastung zu sorgen.

Bereits nach einer Viertelstunde musste Latza das erste Mal behandelt werden, weil er sich offenbar das Knie verdreht hatte. Die Fernsehbilder ließen in Nahaufnahme jedenfalls nichts Gutes vermuten. Dass Latza überhaupt noch weiterspielen konnte, verwunderte zu diesem Zeitpunkt schon ein bisschen.

Mikhailov in der Heimat

Der Schalker Kapitän wird mit einer Außenbandverletzung im rechten Knie bis auf Weiteres ausfallen, teilte der Verein am frühen Samstagabend mit. Das lässt Raum für Spekulationen. „Bis auf Weiteres“ ist so unbestmmt, dass Latza auch mehrere Wochen ausfallen könnte. Sollte es so kommen, wäre dies ein herber Schlag für die Blau-Weißen, die sich sehr freuten, endlich wieder vor einer größeren Zuschauerkulisse zu spielen.

Dies animierte die Schalker Spieler zu leidenschaftlicher Zweikampfführung, andererseits hatten die Gastgeber nur 28 Prozent Ballbesitz. Der junge Russe Yaroslav Mikhailov stand übrigens nicht im Kader, weil er wegen Visumsangelegenheiten für einige Tage zurück in die Heimat musste.

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