Schalke 04

„Vom Aufsichtsrat ist nichts mehr zu erwarten“

Nicht nur die sportliche Entwicklung ist desaströs, auch die Schalker Zukunftspläne geraten ins Stocken. Die Personalie Ralf Rangnick sorgt für Wirbel. Die Kritik am Aufsichtsrat wächst.
Auf Schalke ist die Lage derzeit sehr unübersichtlich. Es droht eine Schlammschlacht um die Personalie Ralf Rangnick. © dpa

Dr. Manfred Beck, früherer Sport- und Kulturdezernent der Stadt Gelsenkirchen und jetzt sehr aktiv in der Schalker Fanszene, schaut mit großer Sorge auf die Entwicklung beim FC Schalke 04. „Da muss einem Angst und Bange sein“, sagte Beck im Gespräch mit dieser Zeitung mit Blick auf die aktuelle Schlammschlacht um die offenbar mögliche Verpflichtung von Ralf Rangnick.

Die Chance sei für den Traditionsverein einmalig. Doch der Aufsichtsrat sieht das bisher offenbar anders. Eine Mehrheit für Rangnick ist bisher nicht in Sicht, Er hoffe sehr, „dass die Vernünftigen noch Einfluss nehmen können“, so der pensionierte Stadtdirektor. Wenn ein Experte vom Kaliber eines Ralf Rangnick wirklich bereit sei, nach Schalke zu kommen, „dann kann dem Verein doch nichts besseres passieren. Das wäre eine große Chance“. Diese dürfe der Verein nicht verstreichen lassen.

Petition wirbt für Rangnick

An seinem Urteil über die Arbeit des amtierenden Aufsichtsrates und dessen Vorsitzenden Jens Buchta, aber lässt Beck keinen Zweifel: „Von diesem Aufsichtrat ist nichts mehr zu erwarten. Die Zeit für einen Wechsel ist jetzt fällig.“ Er hoffe sehr darauf, dass sich eine Gruppe finde, „die den Wiederaufbau auf Schalke bewerkstelligt“, erklärte Beck, der auch Vorsitzender des Vereins Anno 1904 e. V. ist.

Unterdessen hat eine Online-Petition des Schalke-Fans Florian Pusch innerhalb von 30 Stunden mehr als 25.000 Unterstützer gefunden, die ein Engagement von Rangnick als Schalker Sportvorstand fordert. Pusch begründete seine Idee so: „Es ist nun an der Zeit, dass Fans und Mitglieder des S04 den anscheinend nicht ausreichend kompetenten Mitgliedern des Aufsichtsrates zeigen, was sie wollen.“

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