Sigi Held (l.) führte Schalke im Jahr 1982 zurück in die Bundesliga. © dpa
Schalke 04

Stichtag: Schalke 04 trennt sich von Trainer Sigi Held

In den 1980er Jahren ist der Trainerstuhl beim FC Schalke 04 ein Schleudersitz. Das muss auch ein Vize-Weltmeister von 1966 erfahren: Trainer Sigfried Held muss am 20. Januar 1983 gehen.

Schalke war die erste Trainerstation von Held, die von Juli 1981 bis Januar 1983 dauerte. Der 41-malige Nationalspieler führte den damaligen Zweitligisten zum Titel in der Saison 1981/82. Doch die Rückkehr in die Bundesliga verlief nicht erfolgreich. Nach der Hinrunde 1982/83 rangierte Schalke 04 mit 10:24 Punkten auf dem 15. Rang.

Zwei Tage vor dem Rückrundenstart wurde Held am 20. Januar 1983 von Manager Rudi Assauer entlassen. Für Assauer war das bestimmt keine leicht Entscheidung, hatte er doch zusammen mit Held 1966 den Europacup der Pokalsieger gegen den FC Liverpool gewonnen.

Ein bescheidener Mann

Doch diese Maßnahme brachte keinen Erfolg. Assauer holte Jürgen Sundermann, aber am Saisonende wurden die Königsblauen nur auf dem 16. Tabellenplatz gelistet. Nach zwei Relegationsspielen gegen Bayer 05 Uerdingen mussten die Blau-Weißen erneut den Weg in die 2. Liga antreten.

Held ist ein bescheidener Mann. So kommentierte er den Aufstieg: „Schalke hat mit dem direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga sein Saisonziel erreicht. Das ist die Hauptsache. Und wenn ich ein wenig dazu beigetragen habe, dass letztlich alles geklappt hat, so bin ich zufrieden.“

Diese zurückhaltende Art gepaart mit seiner unterkühlt wirkenden Ausstrahlung werden ihm auf Schalke zum Verhängnis. Die Mannschaft zieht nicht an einem Strang, die Trennung ist die logische Konsequenz.

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