Bis heute ist Schalke - hier mit Insua (l.) und Naldo - regelmäßig am Erkenschwicker Stimberg zu Gast. © dpa
Schalke 04

Stichtag: Die Frau mit dem Regenschirm droht Paul Matzkowski

Beide sind Traditionsklubs, die über viele Jahrzehnte oft gegeneinander angetreten sind. Ein besonderes Spiel gab es zwischen Schalke 04 und der Spvgg. Erkenschwick am 18. Februar 1951.

Vor 70 Jahren spielten beide Vereine in der Oberliga West noch auf Augenhöhe. 15.000 Zuschauer hatten sich im Stimberg-Stadion eingefunden, wo Schalke auch in den vergangenen Jahren immer mal wieder zu Gast war. Zur Freude der Erkenschwicker, die jeden Euro gebrauchen können.

Damals gab es eine Partie, nach der die Zuschauer viel Gesprächsstoff hatten. Das lag nicht am Ergebnis. 1:1 hieß es nach 90 Minuten. Kleina hatte Schalke schon nach 120 Sekunden in Führung gebracht. Der legendäre Erkenschwicker Spieler „Jule“ Ludorf hatte zwei Minuten vor dem Abpfiff ausgeglichen. So weit, so gut.

Tumulte auf dem Platz

Was diese Partie besonders machte, war ein anderes, ungewöhnliches Ereignis. Weil der Schalker Paul Matzkowski den Erkenschwicker Rechtsaußen „Kalli“ Matejka angeblich absichtlich mit dem damals schweren, nassen Lederball in den Rücken geschossen hatte, ging Kallis Ehefrau Friedchen Matejka auf den Übeltäter mit ihrem Regenschirm los und bedrohte auch den Schiedsrichter.

Die Folge waren Tumulte auf dem Platz und eine Schlägerei, so dass die Partie für längere Zeit unterbrochen werden musste. Der Erkenschwicker Kitza und der Schalker Sandmann waren allerdings nicht zu beruhigen und verfolgten die restlichen Spielminuten hinter einer Barriere. Der „Tumult am Stimberg“ war tagelang in beiden Städten das Gesprächsthema Nummer eins.

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