Der Eingang zum Hertener Katzenbusch: Hier feierte Schalke mit 20:0 seinen höchsten Sieg in einem offiziellen Meisterschaftsspiel. © dpa
Schalke 04

Stichtag: Als Schalke den höchsten Sieg der Vereinsgeschichte feiert

Am 23. Februar 1947 erleben die Zuschauer am Hertener Katzenbusch eine denkwürdige Partie. Schalke bezwingt die SpVgg Herten mit 20:0. Es ist der höchste Sieg in einem Meisterschaftsspiel.

Damals spielte Schalke in der Landesliga Westfalen. Warum die Königsblauen mit dem Toreschießen beim Nachbarn nicht aufhören wollten, hatte eine Vorgeschichte. Der legendäre Ernst Kuzorra, damals Schalker Spieler und Trainer in Personalunion, war stinksauer auf seine Spieler, weil er sie wenige Tage vor dieser Partie als Nachtschwärmer entlarvt hatte.

Die Konsequenzen folgten auf dem Fuße. „Wir mussten am anderen Tag Runde um Runde um den Trainingsplatz drehen. Ich habe nur gedacht, wann nimmt das denn endlich ein Ende?“, erzählte später Herbert Burdenski, der gegen die Hertener zum Schalker Rekord-Torschütze avancierte. Nicht weniger als acht Mal traf „Budde“ ins Schwarze.

„Wie reife Früchte“

Kuzorra registrierte die von ihm geforderte Reaktion seiner Mannschaft mit Wohlwollen. Er markierte in der besagten Partie zwei Treffer. Außerdem waren noch die Schalker Spieler Berni Klodt (5), Hinz (3) und Georg Gawliczek (2) erfolgreich.

Fazit der Zeitung „Westfalenpost“ nach dieser einseitigen Partie: „In seiner vierzigjährigen Vereinsgeschichte ist die SpVgg Herten noch nicht so erbarmungslos hereingelegt worden, wie es die Schalker diesmal am Katzenbusch besorgten. Die Tore fielen wie reife Früchte von den Bäumen“.

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