Sven Piepenbrock (M.) sah eine lange Zeit zu passive Schalker Mannschaft. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
Schalke 04

So erlebte Sven Piepenbrock sein Debüt als Schalker Cheftrainer

In seiner aktiven Fußballer-Karriere kam er nicht über die Landesliga hinaus. Am Samstagabend stand Sven Piepenbrock als Schalker Chef-Trainer im Rampenlicht.

Den üblichen Interview-Marathon nach der 1:2-Niederlage beim FC St. Pauli absolvierte Sven Piepenbrock unaufgeregt. Der 39-Jährige feierte wegen der Covid19-Erkrankung von Dimitrios Grammozis sein Debüt als Schalker Cheftrainer.

Doch Piepenbrock stellte sofort klar, dass es bei der Partie in Hamburg nicht um ihn und seine Gefühlswelt gehe, sondern einzig und allein um das sportliche Erscheinungsbild des FC Schalke 04. „Es geht nur um den Verein“, betonte der bisherige Co-Trainer, der Grammozis wohl auch noch bei der nächsten Aufgabe – am Freitag beim Heimspiel gegen Nürnberg – vertreten wird.

Zu gern hätte Piepenbrock natürlich wenigstens einen Punkt vom Spitzenreiter entführt. „Es war ein aufregendes Spiel vor einer tollen Kulisse“, so der 39-Jährige.

Dimitrios Grammozis konnte zwar nicht vor Ort sein, doch Schalkes Cheftrainer schaltete sich von seinem Wohnort in Velbert, wo er sich in häuslicher Isolation befindet, dank der technischen Möglichkeiten immer wieder in das Geschehen ein.

„Zu naiv verteidigt“

Per Handy tauschte sich Grammozis mit Matthias Kreutzer (Co-Trainer) und Lars Gerling (Video-Analyst), die auf der Tribüne im Millerntor-Stadion saßen, aus. Von dort wurden die Informationen dann an Piepenbrock und den weiteren Co-Trainer Mike Büskens weitergegeben.

Der Schalker Interims-Chef sparte in seiner Spielanalyse nicht mit Kritik: „Das erste Gegentor haben wir zu naiv verteidigt.“ Nach dem Seitenwechsel habe Schalke mehr Druck gemacht. „Von meiner Gefühlslage her wäre ein 2:2 verdient gewesen“.

Torhüter Martin Fraisl zog bei „Sky“ ein gemischtes Fazit: „Es war das erwartet schwere Spiel. Der Gegner wirkte gefestigt und hat es schnell geschafft, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken“.

Dass Schalke insbesondere in der Offensive aufgrund der Ausfälle von Marius Bülter und Simon Terodde ersatzgeschwächt auflaufen musste, wollte der Österreicher nicht als Entschuldigung gelten lassen: „Die Jungs, die für Terodde und Bülter reinkamen, haben ordentlich gespielt. Das dürfen wir nicht als Ausrede verwenden“.

Im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg stehen die Königsblauen am nächsten Freitag unter Erfolgsdruck. Drei Punkte müssen her, um den Kontakt zur Zweitliga-Spitzengruppe nicht zu verlieren.

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