Zwei Großverdiener, die den Schalker Etat nicht mehr belasten: Suat Serdar (l.) und Mark Uth. © dpa
Schalke 04

Serdar, Rudy, Uth: Schalkes schwerer Rucksack wird so langsam leichter

Die Personalplanungen des FC Schalke 04 laufen auf vollen Touren. Der schwere Rucksack, den Schalke aufgrund seiner Finanzkrise mit sich schleppte, ist etwas leichter geworden.

Der Rucksack, den der FC Schalke 04 in den vergangenen Monaten zu tragen hatte, war enorm schwer. Nun ist er etwas leichter geworden, weil drei Großverdiener von der Gehaltsliste verschwunden sind. Aber noch hat Sportdirektor Rouven Schröder enorm viel Arbeit vor der Brust.

Etwas durchatmen kann der 45-Jährige, denn Suat Serdar wurde für knapp sieben Millionen Euro an Hertha BSC verkauft. Rechnet man auch noch sein Gehalt – rund drei Millionen Euro dazu – haben die Königsblauen rund zehn Millionen Euro eingespart.

Geduld zahlt sich aus

Geduld zahlte sich bei den Personalien von Sebastian Rudy (Vertrag aufgelöst) und Mark Uth (zum Nulltarif zum 1. FC Köln) aus. Zwar gehörten beide Spieler zu den größten Transferirrtümer der Schalke Vereinsgeschichte, aber letztlich gelang es bei beiden Spieler, sie von der Gehaltsliste zu bekommen.

Dabei darf es jedoch nicht bleiben. Schröder muss weitere Spieler mit lukrativen Verträgen transferieren und dabei auch noch Ablösesummen erzielen. Die finanzielle Situation bleibt prekär. Omar Mascarell, Amine Harit, Ozan Kabak, Matija Nastasic und Rabbi Matondo sind die heißesten Verkaufskandidaten. Aber ausgeschlossen ist auch eine Trennung von andere Spielern nicht. Erst kürzlich stellte Schröder klar: „Kein Spieler ist unverkäuflich.“

Kabak ohne Einsatz

Dabei haben sich die Schalker Hoffnungen, dass Kabak seinen Marktwert durch gute Leistungen bei der Europameisterschaft erhöht, nicht erfüllt. Das frühzeitige Aus der Türkei, ohne dass Kabak eine Minute gespielt hätte, war ein Tiefpunkt in seiner bisherigen Karriere. Ob sich das bei Verhandlungen mit interessierten Vereinen negativ auswirkt, muss man abwarten.

Noch ohne Abnehmer ist Schalke auch bei Amine Harit, der nach muskulären Problemen am Montag ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist. Mehr als lose Anfragen von einigen französischen Vereinen hat es nach Informationen dieser Zeitung für den offensiven Mittelfeldspieler noch nicht gegeben.

Profi-Vertrag für Idrizi

Bei den bisher verpflichteten sechs Neuzugängen zeigt sich, wie sehr Schalke sparen muss. Millionen-Transfers sind aktuell für den neuen Zweitligisten nicht drin. Danny Latza (Mainz 05), Simon Terodde (Hamburger SV) und Marcin Kaminski (VfB Stuttgart) kamen ablösefrei, Victor Palsson (Darmstadt 98) kostete 700.000 Euro, Reinhold Ranftl (Linz) 650.000 Euro. Die Leihgebühr für Thomas Ouwejan (AZ Alkmaar) beträgt lediglich 250.000 Euro.

Einen Profivertrag bis 2023 hat Blendi Idrizi erhalten. Der 23-Jährige war im Januar 2020 von Fortuna Köln in die U23 der Königsblauen gewechselt. In 36 Regionalliga-Spielen erzielte er acht Tore. In der Bundesliga sammelte Idrizi drei Einsätze (ein Tor) und spielte erstmals für die kosovarische Nationalelf (zwei Partien). „Als sich Blendi Idrizi die Chance bot, hat er gezeigt, dass er das Potenzial besitzt, die Mannschaft mit seiner Qualität weiterzubringen“, sagte Schröder.

Spieler mit Offensiv-Qualitäten sind bei den Königsblauen weiterhin gefragt. Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass Schalke an den Stuttgarter Erik Thommy und Philipp Klement interessiert sei.

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