Da war die Schalker Welt noch in Ordnung: Torschütze Suat Serdar (l.) und Benito Raman freuen sich am 17. Januar über das 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach (Endstand 2:0). Es war Schalkes bislang letzter Bundesliga-Sieg. Heute in Gladbach sind Serdar und Raman erneut Startelf-Kandidaten. © dpa
Schalke 04

Schalkes Strohhalm und das halbe Dutzend: Wovor Marco Rose warnt

Schalke reist als krasser Außenseiter nach Mönchengladbach. Aber: Sechs Spieler sind Startelf-Kandidaten, die auch im Januar beim bislang letzten Bundesliga-Sieg gegen die Borussia begannen.

Marco Rose macht nicht den Eindruck, sich für einen Alleswisser zu halten. Aber in einer Sache ist sich der Trainer von Borussia Mönchengladbach ganz sicher: „Man kann davon ausgehen, dass Schalke irgendwann auch mal wieder ein Bundesligaspiel gewinnen wird.“

Rose weiß, wovon er spricht. Denn der letzte Schalker Bundesliga-Sieg gelang den Königsblauen gegen „seine“ Gladbacher. Das war am 17. Januar 2020 in der Veltins-Arena – Schalke gewann mit 2:0 und durfte danach sogar von der Champions League träumen.

„Das müssen wir verhindern“

Mittlerweile wäre es fast so etwas wie eine Blamage, wenn ausgerechnet erneut Gladbach gegen Schalke drei Punkte liegen lassen würde. Also warnt Rose vor Schalke: „Dass sie am Samstag gewinnen, müssen wir natürlich unter allen Umständen verhindern.“

Klaus Fischer fehlt der Glaube

Kann die gute Erinnerung an den Gegner tatsächlich Kräfte freimachen, die auf Schalke in dieser Saison bislang verborgen blieben? Klaus Fischer, Schalkes Rekord-Torschütze, hat diese Hoffnung nicht. Denn: „Die Mannschaft ist so verunsichert, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das eine Rolle spielt. Und im Gegenteil werden die Gladbacher alles raushauen, um nicht wieder gegen Schalke zu verlieren.“

Der Strohhalm der Erinnerung

Obwohl Schalke fast eine ganze Mannschaft entweder verletzt, suspendiert oder wegen eines aufgelösten Vertrages (Ibisevic) fehlt, könnte der Strohhalm der guten Erinnerung aber sogar ein wenig dicker sein als es die Personalsituation vermuten lässt: Denn mit Ozan Kabak, Matija Nastasic, Omar Mascarell, Suat Serdar, Alessandro Schöpf und Benito Raman zählen möglicherweise immerhin sechs Schalker Spieler zur Anfangsformation, die schon am 17. Januar in der Startelf der Königsblauen standen. Suat Serdar erzielte sogar ein Tor, den anderen Treffer steuerte der wieder zum FC Augsburg zurückgekehrte Michael Gregoritsch bei.

Ein halbes Dutzend Spieler also – umgekehrt sind sechs Gladbacher Akteure Startelf-Kandidaten, die auch schon im Januar beim Anpfiff in der Arena auf dem Platz standen. Und bei Gladbach ist es sogar noch der gleiche Trainer. Und der weiß, dass Schalke mal wieder ein Spiel gewinnen wird. Nur den genauen Zeitpunkt kennt er auch nicht…

Über den Autor
freier Mitarbeiter

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.