Enttäuschte gegen Union Berlin: Vedad Ibisevic (l.). © dpa
Kommentar

Schalke und ein bisschen Hoffnung auf die sportliche Wende

Die Beurteilung des Schalker 1:1 gegen Union Berlin fällt schwer. Das Spiel machte aus Schalker Sicht ein bisschen Hoffnung, mehr aber noch nicht. Denn einige Defizite blieben augenfällig.

Vor allem die Offensive lahmt weiterhin. Zwar traf mit Goncalo Paciencia ein Stürmer gegen die Berliner, doch der Treffer fiel nach einer Standardsituation. Das ist nicht verboten, aber herausgespielte Torchancen blieben gegen die unbequem spielenden Berliner Mangelware.

Diese Schwäche zieht sich wie ein roter Faden durch die vergangenen Monate. Mehr als einen Treffer haben die Königsblauen in einem Spiel schon seit langer Zeit nicht mehr erzielt. Auch Union Berlin hatte wenig Mühe, den Schalker Angriffen wirkungsvoll zu begegnen.

Andererseits gab es aber auch Lichtblicke im Schalker Spiel. Die Gastgeber hielten sich an das taktische Konzept, nicht ungestüm anzugreifen, sondern auch die defensive Stabilität zu wahren. Auch nach dem Rückstand behielten die Königsblauen die Nerven und zerfielen nicht – wie zuvor oft geschehen – in viele Einzelteile.

Aber ob damit die sportliche Wende eingeleitet ist, lässt sich noch nicht seriös beurteilen. Nächste Woche wird Schalke noch mehr gefordert werden. Dann heißt der Gegner Borussia Dortmund.

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