Clemens Tönnies hat Schalke 04 finanzielle Hilfe angeboten. © dpa
Schalke 04

Schalke-Legenden richten Appell an Vorstand und Aufsichtsrat

Schalke liegt vielen Menschen am Herzen. Dazu gehören auch viele Kicker, die für den Club spielten. Sie machen sich große Sorgen und richten einen Appell an Vorstand und Aufsichtsrat.

Dabei geht es um das Angebot des früheren Aufsichtsrats-Chefs Clemens Tönnies, Schalke finanziell unter die Arme zu greifen. Tönnies hatte kürzlich in einem RTL-Interview seine Hilfe angeboten. „Wir dürfen Schalke nicht untergehen lassen“, so der 64-Jährige.

Bisher gab es jedoch keine geschlossene Bereitschaft von Vorstand und Aufsichtsrat, auf dieses Angebot einzugehen. Zahlreiche Schalke-Legenden, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht genannt werden wollen, haben dafür kein Verständnis. Ihre Meinung: Schalkes Lage sei so gefährdet, dass für private Eitelkeiten kein Platz sei. Wenn von Tönnies die Bereitschaft bestehe, Geld für Neuzugänge bereit zu stellen, dann sollte darüber zumindest diskutiert werden. Bei der Ausleihe von Sead Kolasinac war Tönnies übrigens nicht beteiligt.

Die Zeit drängt

Dass die betreffenden Personen aktuell namentlich nicht in Erscheinung treten wollen, zeigt einmal mehr, wie angespannt die Atmosphäre im Verein ist. Denn ein Großteil dieses Personenkreises ist aufgrund ihrer sportlichen Vita im Verein sozusagen unantastbar.

Zu den Befürwortern für Hilfe durch Tönnies gehören nicht nur ehemalige Spieler, sondern auch Vorsitzende von größeren Fanclubs. Auch sie sind der Meinung, dass Schalke alles dafür tun sollte, um den Klassenerhalt zu sichern.

Das sehen aber längst nicht alle so. Es gibt auch viele Anhänger, die nicht wollen, dass der Fleisch-Unternehmer auf Schalke ob direkt oder indirekt noch eine Rolle spielt. So oder so: Die Zeit drängt. Das Transferfenster ist nur einen Monat geöffnet.

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