Klaas-Jan Huntelaar (l.) hat den Kampf um den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben. © dpa
Schalke 04

Schalke 04 bläst zur letzten Attacke

Schalke 04 bläst zur letzten Attacke. In dieser Woche sollen einige zuletzt verletzte Stürmer ins Mannschaftstraining zurückkehren. Das ist ein Strohhalm, an den sich Schalke klammert.

Es gibt viele erschütternde Statistiken in der laufenden Bundesligasaison, in denen der FC Schalke 04 an erster Stelle zu finden ist. Eine ganz besonders schlimme betrifft das Toreschießen. Wem in 26 Bundesligaspielen nur 16 Treffer gelingen, der braucht sich nicht zu wundern, dass er abgeschlagen am Tabellenende steht.

Ein kleines bisschen Hoffnung, dass die Königsblauen wenigstens mit Anstand die Saison zu Ende bringen, gibt vielleicht die Tatsache, dass einige lang verletzte Stürmer in dieser Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren sollen.

Klaas-Jan Huntelaar: Der „Hunter“ hat bereits in der vergangenen Woche Teile des Mannschaftstrainings mitgemacht. Nun soll er am heutigen Montag voll einsteigen. Wer den Stürmer kennt, weiß, wie sehr ihn de traurige Schalker Lage ärgert. Deshalb sprach der Routinier auch nach dem 0:3 gegen Mönchengladbach, wo Huntelaar zu einem wenig befriedigenden Kurzeinsatz kam, Klartext: „Wir müssen alles reinwerfen, ich erwarte mehr. Wir müssen aggressiver sein, besseres Pressing und einen besseren Aufbau haben.

Was Huntelaar fordert

Nachdem er sich Anfang des Jahres zur Rückkehr von Ajax Amsterdam zu den Blau-Weißen entschied, will Huntelaar seine Karriere wenigstens mit Anstand beenden. Dass diese wohl mit einem Abstieg zu Ende gehen wird, will sich der Angreifer erst eingestehen, wenn rechnerisch nichts mehr möglich ist. Solange will der Routinier alles geben und erwartet das auch von allen seinen Mitspielern.

Mark Uth: Dazu gehört auch der gebürtige Kölner, der im bisherigen Saisonverlauf phasenweise zum Führungsspieler avancierte, den Schalker Niedergang aber auch nicht bremsen konnte. Ein Muskelfaseranriss mit Sehnenbeteiligung setzte den 29-Jährigen für einige Wochen außer Gefecht. Nun hofft Uth, wenigstens im Saisonendspurt Schalke noch etwas helfen zu können. Wenn die Spielzeit beendet ist, dürften sich die Wege von Schalke und Uth trennen. Vorausgesetzt, Uth ist zu finanziellen Abstrichen bereit. Denn auch bei eine Abstieg in die 2. Liga soll ihm ein aktueller Vertrag angeblich vier Millionen Euro zusichern.

Goncalo Paciencia: Der aus Frankfurt ausgeliehene Portugiese fehlt nach einer einer Knieoperation bereits seit November 2020. Nun sieht Paciencia endlich Licht am Ende des Tunnels und will wenigstens in den letzten Partien für Schalke sportlich noch eine Rolle spielen. Am Saisonende wird es zurück zur Eintracht gehen, denn Schalke kann sich aus finanziellen Gründen einen Spieler wie Paciencia nicht länger leisten. Bislang kommt Paciencia auf acht Bundesliga-Einsätze, ein Tor und eine Vorlage für Schalke 04.

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