Konstante Größe im Schalker Tor: Ralf Fährmann. © dpa
Schalke 04

Neues Spiel, das gleiche Personal: Schalkes Seltenheit im Revier-Derby

Das gab es in dieser Saison bislang erst einmal: Schalkes Trainer Christian Gross könnte gegen Dortmund die Elf der Vorwoche ins Rennen schicken.

Schalkes Suche nach Form und Konstanz auf höherem Niveau lässt sich vor allem an einer beeindruckenden Zahl ablesen: Die Königsblauen haben in dieser Bundesliga-Saison bislang schon 33 Spieler eingesetzt – damit sind sie Liga-Spitzenreiter!

Schon 33 Spieler eingesetzt

Dafür verantwortlich waren Verletzungen, Formschwächen einzelner Spieler, Suspendierungen und eine Sperre (Kabak) – und natürlich die Tatsache, dass sich mit David Wagner, Manuel Baum, Christian Gross und Interimslösung Huub Stevens insgesamt vier Trainer an der Mannschaft ausprobieren mussten bzw. durften.

In Frankfurt, gegen Köln

Konstant auf Schalke war in dieser Saison bislang nur der Misserfolg und das Hoffen auf Konstanz. Ein Beleg dafür ist auch ein Blick auf die Startaufstellungen: Erst einmal lief in dieser Bundesliga-Saison zweimal hintereinander die gleiche Elf auf als im Spiel davor: Am 17. Spieltag gegen den 1. FC Köln schickte Christian Gross die gleiche Elf ins Rennen wie am Spieltag davor bei Eintracht Frankfurt.

Zweimal hintereinander die gleiche Startformation -für Schalke also eine Seltenheit in dieser Saison. Ausgerechnet im Revier-Derby könnte sich das nun wiederholen. Denn an der Schalker Personal-Front hat sich im Vergleich zum Spiel bei Union Berlin nicht viel verändert. Matija Nastasic und Mark Uth fallen weiterhin verletzt aus, Salif Sané befindet sich noch im Aufbautraining und über die Wadenprobleme von Klaas-Jan Huntelaar ist ausreichend berichtet worden. Frederik Rönnow, Steven Skrzybski und Kilian Ludewig gehören ebenfalls nicht zum Kader, wären aber auch keine Kandidaten für die erste Elf gewesen. Goncalo Paciencia tastet sich nach seiner Knieoperation langsam wieder heran.

„Toreschießen nicht verboten“

Das heißt: Es ist sehr wahrscheinlich, dass Christian Gross auf die Spieler setzt, die vor einer Woche auch an der „Alten Försterei“ in Berlin aufliefen und sich beim 0:0 einigermaßen achtbar aus der Affäre zogen. Was allerdings fehlte, war der Zug zum Tor. Gross will die Last des Toreschießens nicht alleine auf den jungen Matthew Hoppe abladen, sondern nimmt vor allem die eher offensiv orientierten Mittelfeldspieler wie Amine Harit, Nabil Bentaleb, William und auch Suat Serdar in die Pflicht. Gross: „Ich habe noch nie einem Spieler verboten, ein Tor zu schießen…“

Es kann, aber es muss nicht unbedingt ein Vorteil sein, wenn die gleiche Startformation wie im Spiel davor antritt: Beide Partien – in Frankfurt und zuhause gegen Köln -gingen für Schalke verloren. Aber so ein Derby hat ja seine eigenen Gesetze…

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