Marcin Kaminski soll Schalkes Defensive mehr Stabilität verleihen. © RHR-FOTO
Schalke 04

Marcin Kaminski will Tomasz Hajto und Tomasz Waldoch nacheifern

Mit der Verpflichtung von polnischen Spielern hat Schalke in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. Marcin Kaminski möchte in die Fußstapfen von Tomasz Hajto und Tomasz Waldoch treten.

Ende Mai verpflichtete der FC Schalke 04 mit Marcin Kaminski einen Innenverteidiger, der ablösefrei aus Stuttgart kam und einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieb.

„Als die Anfrage von Schalke kam, musste ich nicht lange überlegen. Ich wollte unbedingt Teil der neuen Mannschaft werden, die Fans und Verein wieder sportlich bessere Zeiten bringen soll. Um das zu schaffen, müssen wir vom ersten Tag an fokussiert arbeiten,“ sagte der 29-Jährige bei seiner Vorstellung.

Kreuzbandriss im Jahr 2019

Kaminski, siebenmaliger polnischer Nationalspieler, war 2016 von Lech Posen nach Stuttgart gewechselt und kam 63 Mal für die Schwaben zum Einsatz, in der abgelaufenen Spielzeit allerdings lediglich fünfmal in der Bundesliga. Die Saison 2018/19 hatte er leihweise bei Fortuna Düsseldorf verbracht. Im August 2019 warf ihn ein Kreuzbandriss zurück.

Beim VfB war Kaminski mit warmen Worten verabschiedet worden. „Ich habe in meiner gesamten Karriere noch nie so ein positives Verhalten erlebt“, hatte Trainer Pellegrino Matarazzo über den Linksfuß gesagt. „Seine sportliche Rolle war limitiert, dazu kamen Rückschläge. Aber wie er damit umgegangen ist, kommunikativ und menschlich, das ist hervorragend.“ Mehr Lob über einen Spieler geht wohl kaum.

„Große Bereicherung“

Schalkes Sportvorstand Peter Knäbel ist überzeugt davon, dass der Transfer von Kaminski den Königsblauen viel Freude machen wird. „Sportlich überzeugt er durch seine Defensivqualitäten sowie sein variables Aufbauspiel, außerdem bringt Marcin eine große Portion Erfahrung – speziell in Drucksituationen – mit. Er wird eine große Bereicherung für unser Team sein,“ betont Knäbel.

Der 29-Jährige wurde in der Jugend von Lech Posen ausgebildet, schaffte dort den Sprung zu den Profis. Insgesamt spielte der Linksfuß 158-mal in der polnischen Ekstraklasa, ehe es ihn 2016 zum VfB Stuttgart zog.

Auf Schalke kann er sich mit seinem Landsmann Tomasz Waldoch austauschen, der seit vielen Jahren bei den Königsblauen im Nachwuchs- bzw. U23-Bereich arbeitet. Das dürfte seine Integration erleichtern. Auch Tomasz Hajto ist optimistisch, dass sein Landsmann auf Schalke eine gute Rolle spielen wird.

Harte Arbeit in Billerbeck

Trainer Dimitrios Grammozis will in der Defensive auf eine Dreierkette setzen. Aktuell sieht es so aus, als könnten Malick Thiaw, Salif Sané und Marcin Kaminski die heißesten Kandidaten für die Startelf-Formation sein.

Im Kurz-Trainingslager in Billerbeck lernte Kaminski seine neuen Mannschaftskameraden intensiver kennen. Aber im Münsterland wurde auch sehr hart gearbeitet, weil Schalke in der Abstiegssaison offensichtlich gravierende Fitnessprobleme hatte. Dies soll und darf sich in der 2. Liga nicht wiederholen, wenn man sportlich erfolgreich sein will.

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