Zurück auf Schalke: Klaas-Jan Huntelaar. © dpa
Schalke 04

Klaas-Jan Huntelaar hofft auf Schalke-Comeback schon gegen Köln

Nach Sead Kolasinac steht die nächste Schalker Rückholaktion vor ihrem erfolgreichen Ende. Klaas-Jan Huntelaar hofft schon gegen Köln sein Comeback für den FC Schalke 04 zu geben.

Nur 90 Minuten haben die Spieler des FC Schalke 04 gebraucht, um die zarte Hoffnung auf sportliche Besserung nach dem ersten Saisonsieg gegen Hoffenheim in Schutt und Asche zu legen. Kein Wunder, dass sich Fährmann und Co. öffentlich mit ihrer ernüchternden Vorstellung in Frankfurt nicht mehr groß beschäftigen wollten.

Aber zu den schlimmsten Befürchtungen gibt es schon Anlass, wenn der Schalker Torhüter, in Frankfurt der einzige Königsblaue mit Bundesliga-Format, hinterher zu Protokoll gab: „Mit dem, was wir haben, haben wir alles gegeben“.

Nur 33 Prozent Ballbesitz

Wenn das alles war, muss sich Schalke größte Abstiegssorgen machen. Dann wird es auch im richtungweisenden Abstiegsduell gegen den 1. FC Köln (Mittwoch 18.30 Uhr, Sky) alles andere als einfach zu punkten. Denn auch in Frankfurt präsentierte sich die Schalker Offensive erschreckend harmlos. Hinzu kamen nur 33 Prozent Ballbesitz.

Jetzt soll mit Hilfe von Klaas-Jan Huntelaar die Wende geschafft werden. Ajax Amsterdam löste den Vertrag mit dem „Hunter“ wegen seiner großen Verdienste vorzeitig auf, so dass der Angreifer ablösefrei zu den Königsblauen wechseln kann. Der 37-Jährige absolvierte am Montag auf Schalke den Medizincheck. Läuft alles programmgemäß, könnte der „Hunter“ womöglich schon gegen den 1. FC Köln zum Einsatz kommen.

Ginczek sagte ab

Trainer Christian Gross hatte sich in den vergangenen Tagen bereits öffentlich für einen Transfer des Mittelstürmers stark gemacht und von dessen Persönlichkeit geschwärmt. Er erhofft sich vom Niederländer einen positiven Leistungsschub für die gesamte Mannschaft, die in 16 Bundesligaspielen erst 13 Tore erzielt hat.

Huntelaar war jedoch nicht der einzige Schalker Kandidat für die Offensive. Laut „Kicker“ hatte sich Sportvorstand Jochen Schneider zuvor bei Wolfsburgs Daniel Ginczek einen Korb geholt hat. Die Schalker Transferbemühungen erwecken in der öffentlichen Wahrnehmung den Eindruck von Verzweiflung als strategischer Planung.

Sechs-Punkte-Spiel

Es gibt zwar auch gegen Köln nur drei Zähler zu gewinnen, doch für die Gastgeber ist es eher ein „Sechs-Punkte-Spiel“, weil im Falle einer Niederlage der Rückstand auf den Relegationsplatz mindestens sieben Punkte betragen würde. Hinzu kommt noch das mit Abstand schwächste Torverhältnis aller Abstiegskandidaten. Ob das noch aufzuholen wäre, wenn die folgenden Gegner FC Bayern München, Werder Bremen, RB Leipzig und Borussia Dortmund heißen? In der aktuellen Verfassung der Schalker Mannschaft eher nicht.

Natürlich wissen auch die Kölner um die Bedeutung des Spiels. FC-Trainer Markus Gisdol: „Schalke hat etwas größeren Druck, das Spiel zu gewinnen. Aber für uns ist es auch sehr wichtig“.

Wiedersehen mit Gisdol und Heldt

Die Königsblauen hätten in einem Punkt einen Vorteil: „Schalke wird viel positiver dargestellt als viele andere Mannschaft da hinten. Sie haben von den letzten drei Spielen eins gewonnen und zwei verloren. Und es klingt so, als ob sie alles gewonnen haben. Da kommen mir andere Klubs zu schlecht weg“, so der frühere Schalker Co-Trainer (2011/2012).

Für ihn sei es wegen der Schalker Vergangenheit „kein Spiel wie jedes andere. Aber das blendet man aus, speziell in solchen Momenten.“ Ähnlich äußerte sich Kölns Sportdirektor Horst Heldt, der von 2010 bis 2016 auf Schalke als Manager arbeitete. „Natürlich hat man ein besonderes Auge auf die Vereine, bei denen man tätig war. Aber es ist ein direkter Konkurrent im Kampf gegen den Abstieg“, sagte der 51-Jährige und wollte die Lage auf Schalke nicht bewerten: „Man liest viel und kriegt viel mit. Aber etwas dazu zu sagen, steht einem nicht zu.“

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