Schalke-Stürmer Marius Bülter: „Solange es gut für die Mannschaft läuft, bin ich auch zufrieden.“ © Tim Rehbein/RHR-FOTO
Schalke 04 mit Video

Karate-Memo, Rekord-Simon – warum Marius Bülter nicht eifersüchtig ist

Der 28-jährige Schalker Stürmer erzielte beim letzten Schalker Spiel gegen Ingolstadt (3:0) das wohl wichtigste Tor des Tages - geredet wurde aber über andere. Bülter nimmt‘s nicht tragisch.

Irgendwie war es ja zum Verrücktwerden: Da biss sich Schalke am Tabellen-Schlusslicht lange die Zähne aus, ehe Marius Bülter (28) mit seinem Tor zum 1:0 den „Dosenöffner“ spielte. Beim Schalker 3:0-Sieg gegen Ingolstadt war es das wohl wichtigste Tor des Tages – geschwärmt wurde aber hinterher von „Karate-Memo“ (Mehmet Aydin) und „Rekord-Simon“ – Aydin und Terodde hatten mit ihren Treffern die Storys des Tages geliefert.


Von Eifersucht auf den Aufmerksamkeits-Grad der Kollegen ist bei Marius Bülter allerdings nichts zu spüren. „Solange es für die Mannschaft läuft, bin ich auch zufrieden. Und bei mir persönlich läuft es ja auch ganz gut.“

In der Tat: Bülter, zu Saisonbeginn von Union Berlin gekommen, ist auf Schalke absoluter Stammspieler, stand in allen bisherigen neun Zweitliga-Partien in der Startformation und ist hinter Simon Terodde mit drei Toren bester S04-Schütze. Außerdem gab er drei Torvorlagen – eine Bilanz, die sich sehen lassen kann und mit der er seiner Rolle als eine Art „hängende Spitze“ absolut gerecht wird.

Absoluter Stammspieler

Der Rekord-Hype um Terodde hat bislang dafür gesorgt, dass Bülter ein wenig unter dem Radar unterwegs ist – dabei wäre auch die Bilanz von Terodde ohne Bülter nicht so schnell auf Rekordkurs geschnellt. In bester Erinnerung ist noch Teroddes Treffer zum 1:0-Sieg in Paderborn, dem ein Kraftakt von Marius Bülter vorausgegangen war.

Viel unterwegs, nie aufstecken, immer den Blick nach vorn gerichtet – das ist das Spiel von Marius Bülter. Als einer von nur vier Schalker Torschützen in dieser Saison gehört er neben Terodde quasi zu den „Unentbehrlichen“. Sorgen, dass dieser Minimalismus möglicherweise den Aufstieg gefährden könne, macht sich Bülter allerdings nicht: „Wenn wichtige Spieler ausfallen, ist das ja nie schön. Und wir haben ohnehin nicht den breitesten Kader in der Liga. Ich glaube aber auch nicht, dass es andere Mannschaften gibt, die das dann kompensieren können. Für uns ist natürlich wichtig, dass wir gesund und fit bleiben. Aber wir haben auch noch genügend Qualität auf der Bank mit Spielern, die uns dann weiterhelfen könnten.“

„Habe ein gutes Gefühl“

Mit der Lage in der Liga und speziell der Schalker Lage kann sich Bülter derzeit anfreunden: „Unsere momentane Situation ist okay. Nach dem nicht so guten Start sind wir jetzt in Schlagdistanz und das sollten wir über die Saison auch so halten. Ich glaube, gegen Ende der Saison kommt es dann drauf an. Ich habe bei uns ein gutes Gefühl. Wir haben in den letzten Spielen vielleicht nicht unsere beste Leistung gebracht, aber wir haben sie relativ souverän gewonnen.“

Und diese Fähigkeit soll ja durchaus eine sein, die Aufstiegsmannschaften mitunter auszeichnet.

Über den Autor
freier Mitarbeiter

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.