Trug die Kapitänsbinde: Sead Kolasinac. © dpa
S04-Einzelkritik

Harit und Hoppe harmonieren prächtig beim Schalker 4:0-Erfolg

Aufatmen auf Schalke: Nach 30 Bundesligaspielen in Folge ohne Sieg gelang den Königsblauen ein 4:0-Erfolg gegen 1899 Hoffenheim. Überragend: Der dreifache Torschütze Matthew Hoppe.

Nicht minder eindrucksvoll war die Leistung von Amine Harit, der zu allen drei Toren von Hoppe die Vorarbeit leistete und das 4:0 selbst erzielte. Schalke hat damit die Rote Laterne an Mainz 05 abgegeben – auch weil Ralf Fährmann glänzend hielt.

Unsere Einzelkritik:

Ralf Fährmann: Seine größte Tat in der ersten Halbzeit war ein abgewehrter Schuss von Kramaric aus fünf Metern. Der S04-Keeper hielt anschließend auch einen Nachschuss von Samassekou aus der Distanz, bei dem Kramaric jedoch in der Schussbahn im Abseits stand. In der 48. Minute klärte Fährmann hervorragend einen abgefälschten Schuss von Bogarde. Note: 1,5

Timo Becker: Auf der Rechtsverteidiger-Position gibt es auf Schalke angesichts der schwer nachvollziehbaren Transferpolitik ein munteres Wechselspiel. Diesmal durfte sich der junge Timo Becker versuchen, der einige Probleme mit den schnellen Hoffenheimer Stürmern hatte. Aber nur in der ersten Halbzeit, danach spielte Becker stabiler. Note: 3,5

Ozan Kabak: Der türkische Nationalspieler präsentierte sich in wesentlich besserer Verfassung als in den vergangenen Wochen. Schaltete sich auch ab und zu in das Angriffspiel der eigenen Mannschaft ein. Note: 3,0

Matija Nastasic: Blockte in der 23. Minute einen Schuss von Belfodil aus kurzer Distanz ab und verhinderte damit den Schalker Rückstand. Zwölf Minuten später gab es eine ähnliche Szene, als Nastasic wieder einen Schuss von Belfodil entschärfte. Note: 3,0

Sead Kolasinac: Per Kopf leitete er auf Harit weiter, so dass er am Schalker Führungstreffer mitbeteiligt war. Der ausgeliehene Rückkehrer durfte in seinem ersten Schalke-Spiel seit dreieinhalb Jahren sofort die Kapitänsbinde tragen, weil Omar Mascarell aus Verletzungsgründen nicht zum Kader gehörte. Er brachte viel Stabilität in die Schalker Abwehr. Note: 2,5

Benjamin Stambouli: Diesmal im defensiven Mittelfeld aufgeboten, konnte der Franzose nicht überzeugen. Wurde einige Male überlaufen, so dass seine Schnelligkeitsdefizite unübersehbar waren. Note: 4,0

Suat Serdar: Der Nationalspieler musste einige harte Fouls einstecken. Ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und troieb seine Mannschaft immer wieder nach vorn. Note: 3,0

Alessandro Schöpf: Wieder einmal sehr fleißig. Gab keinen Ball verloren, auch wenn er nicht immer die richtigen Entscheidungen traf. Musste nach 68 Minuten aus Verletzungsgründen ausgewechselt werden. Note: 3,5

Mark Uth: War überall auf dem Platz zu finden. Es gelang ihm nicht alles, aber sein Engagement war vorbildlich. Allerdings sah er völlig unnötig Mitte der zweiten Halbzeit die Gelbe Karte. Note: 3,0

Amine Harit: Präsentierte sich vor allem in kämpferischer Hinsicht enorm verbessert. Bereitete das Schalker 1:0 ebenso hervorragend vor wie das 2:0 und 3:0. Als Schalke nach dem Seitenwechsel mehr Platz hatte, kam ihm das sehr zugute. Mit dem 4:0 krönte er seine ausgezeichnete Leistung. Note: 1,0

Matthew Hoppe: Nach einer knappen halben Stunde zögerte er zu lange, so dass sein Schuss abgeblockt wurde. Drei Minuten vor der Pause dann großer Jubel im Schalker Lager: Hoppe gelang sein erstes Bundesligator zur Schalker 1:0-Führung. Dass ihm später auch noch das 2:0 und 3:0 gelang, rundete einen perfekten Tag für ihn ab. Note: 1,0

Benito Raman (68. für Alessandro Schöpf): Der Belgier sorgte in der Schlussphase mit dafür, dass es am Schalker Sieg keine Zweifel mehr gab. ohne Note

Bastian Oczipka (73. für Mark Uth): Der Routinier bereitee das 4:0 von Amine Harit gut vor. ohne Note

Ahmed Kutucu (88. für Harit): Kutucu durfte noch ein paar Minuten den ersten Schalker Sieg seit fast einem Jahr auf dem Platz erleben.

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