Zurück zu den Wurzeln: Danny Latza (am Ball) freut sich auf Schalke. © RHR-FOTO
Schalke 04

Für Mittelfeldspieler Danny Latza schließt sich auf Schalke der Kreis

Sechs Neuzugänge hat der FC Schalke 04 bisher verpflichtet. Mindestens einer für das offensive Mittelfeld soll noch hinzukommen. In einer Serie stellen wir die Neuzugänge vor.

Den ersten Neuzugang, den Schalke für die neue Spielzeit verpflichtete, ist ein alter Bekannter: Der Transfer von Danny Latza wurde bereits Mitte März bekannt gegeben. Sein Vertrag in Mainz lief am 30. Juni 2021 aus. Schalke war diesmal schnell am Drücker.

Die Mainzer hätten mit dem 31-Jährigen zwar gerne verlängert, aber die Gespräche waren erst im Anfangsstadium, während die Königsblauen schon länger ihre Fühler zum gebürtigen Gelsenkirchener ausgestreckt hatten.

Elgert griff zum Telefon

Dabei spielte auch A-Jugend-Trainer-Legende Norbert Elgert eine wesentliche Rolle. Im Interview mit dieser Zeitung hatte Elgert verraten, dass er im Frühjahr auch zum Telefonhörer gegriffen hatte, um seinen ehemaligen Schützling in der Schalker A-Jugend von einem Wechsel in die Heimat zu überzeugen.

Groß ins Zeug legen musste sich Elgert jedoch nicht. „Ich bin Gelsenkirchener und weiß, was ich an diesem Verein in der Jugend hatte. Wenn sich dann noch einmal die Chance ergibt, für den Herzensclub zu spielen…“, sagte Latza vielsagend nach der ersten öffentlichen Trainingseinheit.

Neuer Kapitän?

Da war schon zu sehen, dass der defensive Mittelfeldspieler mit vollem Einsatz bei der Sache ist. Solche Spieler wurden bei den Königsblauen in der vergangenen Saison schmerzlich vermisst. Gut möglich, dass Trainer Dimitrios Grammozis dem Neuzugang sofort die Kapitänsbinde gibt, die Latza auch schon in Mainz trug.

Der 31-Jährige weiß, was von ihm auf Schalke erwartet wird. Latza: „Ich bin als Führungsspieler geholt worden. Diese Rolle will ich auch ausfüllen.“

Für Prognosen noch zu früh

Mit Prognosen, wie die Saison für Schalke laufen könnte, hält er sich jedoch zurück. „Ich werde jetzt keine Platzierung raushauen. Dafür ist es noch viel zu früh“, so der 156-fache Bundesligaspieler, der nach seinem Weggang von Schalke vor zehn Jahren für Darmstadt, Bochum und Mainz spielte.

Für die Königsblauen spielte er nur dreimal in der Bundesliga, zuletzt am 11. April 2009 beim 2:0-Erfolg gegen den Karlsruher SC, wo Latza als rechter Verteidiger über die gesamte Spielzeit zum Einsatz kam.

Vertrag bis 2023 mit Option

Längst fühlt er sich jedoch im defensiven Mittelfeld am wohlsten, wo er seine Laufstärke und Einsatzbereitschaft am besten einsetzen kann. Der ablösefreie Latza hat auf Schalke einen Zweijahres-Vertrag unterschrieben, der sich im Aufstiegsfall um eine weitere Saison verlängert.

„Es macht mich unheimlich stolz, wieder für Schalke aufzulaufen. Hier habe ich das Fußballspielen gelernt. Nun will ich mit dafür sorgen, dass wieder erfolgreichere Zeiten anbrechen. Schalke war für mich immer ein Ort, an dem leidenschaftliche Kämpfer von den Fans geschätzt wurden. Mein klares Ziel ist es, genau das hier unter Beweis zu stellen,“ betonte Latza.

„Stabil bleiben“

Der Abschied aus Mainz sei ihm „nicht leicht“ gefallen, „aber ich möchte noch einmal dahin zurück, wo für mich alles begonnen hat“.

Was in der 2. Liga gefordert ist, weiß der Routinier ganz genau. „Da wird dreckig gespielt. Man muss stabil bleiben und jedes Spiel richtig annehmen“, betonte Latza.

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