Danny Latza: Auf seine Anweisungen muss Schalke nun viele Wochen verzichten. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
Schalke 04

Ein „Stehaufmännchen“ mit viel positiver Energie

Danny Latza hat in seiner Karriere schon so manche verletzungsbedingten Rückschläge hinnehmen müssen. Dabei hat er sich nie entmutigen lassen.

Als der FC Schalke 04 am frühen Samstagabend die Außenbandverletzung von Danny Latza publik machte, wurde in den sozialen Netzwerken in mehreren Beiträgen einerseits großes Bedauern, aber auch Erleichterung formuliert. Denn so mancher Schalke-Fan hatte befürchtet, dass sich der Kapitän noch weitaus schlimmer verletzt haben könnte.

Die Fernsehbilder ließen notorische Pessimisten schnell das Wort „Kreuzbandriss“ in den Mund nehmen. Dass sie falsch lagen, ist für Latza jedoch nur ein schwacher Trost. Der 31-Jährige wird monatelang ausfallen. Erfahrungsgemäßig ist es so, dass je älter ein Spieler ist, desto länger dauert der Genesungsprozess.

Oft zwickten die Adduktoren

Für den gebürtigen Gelsenkirchener sind solche verletzungsbedingten Rückschläge jedoch nichts Neues. In dieser Hinsicht ist er ein bisschen ein „gebranntes Kind“. Auf seiner letzten Station vor der Rückkehr zum FC Schalke 04, musste Latza bei Mainz 05 des öfteren längere Zwangspausen hinnehmen.

Eine Adduktorenverletzung in der Saison 2016/2017 setzte den Mittelfeldspieler für 129 Tage außer Gefecht. In der Spielzeit 2017/2018 führten ebenfalls Adduktorenbeschwerden dazu, dass der Schalker Kapitän sogar 171 Tage nicht zur Verfügung stand. Die letzte längere Zwangspause gab es für Latza Ende des Jahres 2019, wo er wegen Rückenproblemen 48 Tage nicht am Wettkampfbetrieb teilnehmen konnte.

„Körpersprache zeigen“

Doch wer den gebürtigen Gelsenkirchener kennt, weiß, dass er sich nicht entmutigen lässt. Im Kreisel-Interview vor dem Heimspiel gegen den HSV hat er seine Rolle auf dem Spielfeld, so wie er sie sich vorstellt, beschrieben. „Ich bin hier, um voranzugehen, werde Körpersprache zeigen, laut sein. Ich weiß, wie wichtig es ist, in schwierigen Phasen positiv zu bleiben. Deshalb möchte ich viel auf dem Feld kommunizieren.“

Kabak ist zurück auf Schalke

Das wird jetzt jedoch in den nächsten Wochen und Monaten jedoch nicht möglich sein. Sehr zum Leidwesen auch seiner Mannschaftskameraden. „Danny ist unser Kapitän, der vorneweg marschiert. Seine Verletzung schmerzt noch mehr als die Niederlage, weil er als Typ sehr, sehr wichtig ist“, sagte Simon Terodde unmittelbar nach der Niederlage gegen den Hamburger SV.

Wie Schalke den Ausfall von Latza auffangen will und kann, muss man abwarten. Selbst ein Transfer von Ozan Kabak ist angesichts der finanziellen Folgen der Corona-Pandemie kein Selbstläufer. Am Montag kehrte Kabak erst einmal zurück nach Gelsenkirchen. Ihm ist es trotz Freistellung bisher nicht gelungen, einen neuen Verein zu finden.

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