Dicke Kumpel: Gerald Asamoah und Mike Büskens © dpa
Schalke 04

Ein Quartett mit Stallgeruch soll auf Schalke für frischen Wind sorgen

Was haben Gerald Asamoah, Mike Büskens, Norbert Elgert und Mathias Schober gemeinsam? Sie wollen mithelfen, dass Schalke so schnell wie möglich seine Dauerkrise beendet.

Schalke 04 ist noch viele Antworten schuldig geblieben, wie der Traditionsklub der sportlichen und finanziellen Schieflage Herr werden will. Eine Maßnahme zeichnet sich jedoch immer deutlicher ab. Es sollen vermehrt Personen im Profibereich Verantwortung tragen, die Schalke bestens kennen und den Verein im Laufe der Jahre lieben gelernt haben.

Diese Charakterisierung trifft ohne Zweifel auf ein Quartett zu, das nun vermehrt in den Blickpunkt rückt: Gerald Asamoah, Mike Büskens, Norbert Elgert und Mathias Schober. Alle vier haben schon viele Jahre Vereinsarbeit bei den Königsblauen auf dem Buckel.

Gerald Asamoah: Der 42-Jährige ist ein absoluter Sympathieträger bei seinem Herzensklub. Nach vielen Jahren als Teammanager bei der Schalker U23 hat Asamoah nun den Posten des freigestellten Lizenzspiel-Koordinators von Sascha Riether übernommen. Asamoah wird sich dabei bestimmt nicht nur um Organisationsfragen kümmern, sondern kann den schwächelnden Schalker Stürmern sicher auch den einen oder anderen Tipp geben, wie man mehr Tore schießt. Die 16 Treffer, die Schalke bisher in 24 Bundesligaspielen erzielt hat, dürften den früheren Top-Stürmer gewiss schon einige schlaflose Nächte bereitet haben.

Intensive Arbeitstage

Asamoah macht sich keine Illusionen über die Schwere der Aufgaben, die vor Schalke stehen. „Die ersten Arbeitstage waren sehr intensiv, und es wird intensiv bleiben, denn uns ist allen klar, wie schwer die Lage ist“, schrieb er auf Instagram.

Mike Büskens: Diese Sichtweise würde auch der frühere „Eurofighter“ unterschreiben, der schon in den vielfältigsten Funktionen für die Königsblauen tätig war. Nun hat sich Büskens entschlossen, längerfristig als Co-Trainer für die Blau-Weißen zu arbeiten. Außerdem wird der Rat des 52-Jährigen weiterhin in der „Task Force Kaderplanung“ gehört, denn Schalke muss längst zweigleisig planen. Büskens kennt die 2. Liga gut, von 2009 bis 2013 arbeitete er für die Spvgg. Greuther Fürth. Außerdem hat der gelernte Koch als Co-Trainer für Deutschlands U16 und U17 Erfahrungen im Nachwuchsbereich gesammelt.

Norbert Elgert: Dort hat der gebürtige Gelsenkirchener den größten Erfahrungsschatz als erfolgreicher Trainer der Schalker A-Jugend. Auch Elgert gehört zur Task Force Kaderplanung. Er ist auf Schalke eine Institution. Der 64-Jährige wird bestimmt Empfehlungen aussprechen, welche seiner Talente den Sprung ins Profigeschäft schaffen könnten. Ambitionen, sich im Profibereich noch mehr einzubringen, hat Elgert nicht. Er fühlt sich im Nachwuchsbereich am wohlsten und sieht seine Mission nicht nur darin, Talente an das Bundesliga-Niveau heranzuführen, sondern ihnen auch Werte fürs Leben zu vermitteln.

Mathias Schober: Der Sportliche Leiter des Nachwuchsleistungszentrums unterstützt die Kaderplanung im Profibereich für die neue Saison. Ihm werden Ambitionen nachgesagt, das Amt des Sportdirektors anzustreben. Der gebürtige Marler gilt als sehr ehrgeizig. Wie sich Schalke in Zukunft personell aufstellen wird, ist immer noch nicht geklärt. Das hängt wesentlich davon ab, wer neuer Sportvorstand wird.

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