Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzende der Adidas AG, arbeitet am 2022 wieder mit dem FC Schalke 04 zusammen. © dpa
Schalke 04

Ein langjähriger Partner wird neuer Schalke-Ausrüster

Im Februar 2021 gab der FC Schalke 04 bekannt, dass die Zusammenarbeit mit Umbro ein Jahr früher als geplant schon 2022 beendet wird. Nun hat Schalke einen neuen Ausrüster gefunden.

Marketing-Vorstand Alexander Jobst hatte bei einer digitalen Veranstaltung mit den Schalker Fans erklärt, dass die Zusammenarbeit mit Umbro bereits ein Jahr früher, nämlich 2022, beendet wird. Ursprünglich lief der Ausrüstervertrag mit dem britischen Sportartikel-Hersteller bis 2023.

Dies sei eine gemeinsame Entscheidung beider Seiten gewesen. Es war jedoch ein offenes Geheimnis, dass Schalke in vielen Dingen – zum Beispiel beim Vertrieb und Logistik – mit Umbro nicht auf einer Wellenlänge funkte.

Vertrag über fünf Jahre

Wenig später stellte Jobst im Interview mit dieser Zeitung fest, dass man sich keine Sorgen um einen neuen Ausrüster machen müsse. „Schalke ist weiterhin eine sehr starke Marke und begehrt“, so der 47-Jährige.

Der von Jobst zur Schau gestellte Optimismus war offenbar begründet. Nach Informationen dieser Zeitung aus dem Vereinsumfeld kehrt Adidas als langjähriger Ausrüster ab 2022 zu den Königsblauen zurück. Zeitnah soll ein Fünfjahres-Vertrag unterschrieben werden, der Schalke rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr einbringen soll. „Bild“ hatte zuerst berichtet.

Jobst ist zufrieden

Schalke und Adidas war jahrzehntelang eine Verbindung, die nichts erschüttern konnte. Am 30. Juni 2018 war die jahrzehntelange Partnerschaft mit adidas zuende gegangen. Das Unternehmen war seit der Gründung der Bundesliga 1963 Ausrüster der Königsblauen.

Jobst hatte ein Jahr zuvor erklärt: „In unserer Entscheidungsfindung der letzten Monate lag das Augenmerk auf drei wesentlichen strategischen Punkten: Wertschätzung, Wirtschaftlichkeit und Identität. Wir haben uns deshalb entschieden, das Angebot zur Verlängerung mit adidas nicht anzunehmen.“

Wichtige Planungssicherheit

Hintergrund war auch eine strategische Neuorientierung des Herzogenauracher Unternehmens, dass sich bei seinem Sponsoring ausschließlich auf die ganz großen Klubs in der Welt konzentrieren wollte. Ein weiterer Grund: Im Zuge einer neuen Strategie wolle sich adidas in Zukunft noch stärker auf Kooperationen mit jungen, aufstrebenden Spielern konzentrieren, erläuterte Unternehmenssprecher Oliver Brüggen.

Doch nun haben beide Seiten wieder zusammengefunden. Vor allem zur Freude von Schalke, dass in diesem Bereich nun Planungssicherheit hat. Und auch Marketing-Vorstand Alexander Jobst, der am 30. Juni ausscheidet, dürfte sehr zufrieden sein über die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit einem langjährigen Partner.

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