Steht kurz vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining: BVB-Youngster Youssoufa Moukoko. © imago / Revierfoto
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Verletzung fast auskuriert: So plant BVB-Trainer Rose mit Moukoko

Der bisher letzte Einsatz von BVB-Youngster Youssoufa Moukoko datiert vom 20. März. Noch muss sich die Sturmhoffnung gedulden nach der Bänderverletzung. Trainer Marco Rose wartet auf ihn.

Dauerläufe auf dem Nebenplatz statt eines neuen Anlaufs unter Trainer Marco Rose: BVB-Youngster Youssoufa Moukoko (16) muss sich bei seinem Comeback nach mehr als drei Monaten Pause noch weiter gedulden. So schwer ihm das auch fallen mag.

BVB-Trainer Rose hat die Moukoko-Entwicklung genau beobachtet

Seit Ende März setzt den Mittelstürmer (drei Bundesliga-Tore) eine hartnäckige Bänderverletzung im Sprunggelenk außer Gefecht. Für den BVB ist sein bisher letzter Einsatz vom 20. März notiert, auch das erhoffte Debüt in der U21 bei der Europameisterschaft scheiterte deswegen. Nach dem monatelangen Hype lernt „Mouki“, wie ihn seine Mannschaftskollegen nennen, eine Schattenseite seines Berufs kennen: Er muss in der Reha schuften, während die Kollegen urlauben oder den Ball laufen lassen.

Sein neuer Trainer Marco Rose hat die Entwicklung von Moukoko haargenau beobachtet. „Es wurden die Tage und Stunden gezählt bis zu seinem ersten Einsatz, bis zu seinem ersten Tor“, erinnert Rose an den vergangenen Herbst. Er vermutet: „Das macht etwas mit so einem jungen Kerl.“ Als eines der größten Talente in Deutschland sei der Torjäger mit großen Vorschusslorbeeren und großen Erwartungen aus der Jugendabteilung in den Profifußball gekommen. „Wir müssen ihn schon auch schützen und behutsam aufbauen, ohne dass wir ihn in irgendeiner Form bremsen“, meint Rose.

BVB-Youngster Moukoko soll bald wieder voll belastbar sein

Anders als im Vorjahr, als Moukoko nur als eine Option im Kader galt, ruhen nach seinen teils starken ersten Einsätzen durchaus mehr Hoffnungen auf dem Deutsch-Kameruner. In einem Spielsystem mit zwei Spitzen könnte er weiter Spielpraxis und Erfahrungen sammeln, als Ergänzung oder Entlastung. Bislang sind 410 Bundesliga-Minuten zusammengekommen, verteilt auf 14 Kurzeinsätze.

Wegen der besonderen Achtsamkeit, die bei Moukoko aufgrund seines Alters gelten muss, will der Coach auch keinen Zeitrahmen nennen, in dem er die Sturmhoffnung im Training zurückerwartet. Zehn bis 14 Tage dürfte es sicherlich noch dauern. Und dann muss der Teenager das tun, was er am liebsten macht: angreifen. Rose sagt: „Wenn er fit ist, wenn er spielen kann, dann gilt für ihn das gleiche wie für andere Spieler: Er muss sich zeigen, er muss sich anbieten, er muss im Training auf sich aufmerksam machen.“ Denn neben der besonderen Vorsicht darf auch die außergewöhnliche Chance Geltung beanspruchen. „Natürlich ist man dann als Trainer gewillt, so gute junge Spieler zu fördern und sie irgendwann reinzuwerfen ins Spiel.“

Youssoufa Moukoko will beim BVB bald neu angreifen

Moukoko wird das gerne hören. Sein Fleiß, alles für seine Fitness zu tun, ist wie eh und je ungebrochen. Er will dem neuen Coach gerne mehr als Dauerläufe präsentieren.

Über den Autor
BVB-Redaktion
Jahrgang 1980, liebt Sport und lebt (meistens) sportlich. Erste journalistische Gehversuche mit 15. Einser-Diplom in Sportwissenschaft an der Universität Hamburg (2006). Heinz-Kühn-Stipendiat. Seit 2007 bei Lensing Media tätig. Seit 2012 BVB-Reporter.
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