Die Mainzer Spieler jubeln, der BVB ärgert sich über zwei verschenkte Punkte. © imago / firo
Borussia Dortmund

Täglich nervt das Kellerkind: Der BVB verspielt seine Ziele gegen „die Kleinen“

Borussia Dortmund scheitert gegen Mainz einmal mehr an einer Pflichtaufgabe. Der BVB enttäuscht regelmäßig gegen die Kellerkinder der Liga - und verspielt seine Ziele.

Edin Terzics Fazit fiel nüchtern und ernüchternd zugleich aus. „Wir sind natürlich nicht zufrieden mit diesem Ergebnis“, sagte der BVB-Trainer nach dem 1:1-Unentschieden gegen den 1. FSV Mainz 05, der als Tabellenschlusslicht nach Dortmund gereist war. Die Chancen seien vorhanden gewesen, um das Spiel zu gewinnen, erklärte Terzic, aber es habe nicht gereicht. „Wir haben uns viel vorgenommen und wollten heute unbedingt die drei Punkte einfahren. Das ist uns nicht gelungen.“

Im sechsten Pflichtspiel unter der Leitung von Cheftrainer Terzic spielte Borussia Dortmund erstmals remis, doch nach zuvor vier Siegen aus fünf Partien fühlte sich dieses Unentschieden für den BVB entschieden mehr nach Niederlage als nach Punktgewinn an. Und Terzic musste schlussendlich die bittere Erkenntnis hinnehmen, dass auch ihm im ersten Anlauf nicht gelungen war zu ändern, woran sein Vorgänger Lucien Favre zunächst verzweifelt und später gescheitert war. Borussia Dortmund fand – bei allem gebotenen Respekt vor leidenschaftlich kämpfenden Mainzern – auch unter Terzic keine Lösung für eine Pflichtaufgabe im Bundesliga-Alltag. 1:1 gegen den Tabellen-18, das ist unter dem Strich halt immer zu wenig für die Ansprüche des BVB.

Der BVB scheitert in unschöner Regelmäßigkeit an Abstiegskandidaten

Dieses Problem ist beileibe kein Neues, aber es trifft Borussia Dortmund in unschöner Regelmäßigkeit mit voller Wucht. Allein in dieser Saison ließ der BVB durch die Niederlagen in Augsburg (0:2) und daheim gegen Köln (1:2) sowie nun durch das Unentschieden gegen Mainz acht Punkte gegen Mannschaften liegen, die aktuell die Tabellenplätze 11, 16 und 17 (Stand 16. Januar 2021) belegen – und so verbuchen die Schwarzgelben nach 16 Spieltagen eben nur 29 Zähler auf der Habenseite, der FC Bayern München mit aktuell einem Spiel weniger dagegen schon 33.

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Der ganze Monat Januar sei richtungsweisend für den BVB, hatte Terzic vor der Partie gegen Mainz gesagt. „Der Sieg in Leipzig bringt uns nichts, wenn wir da jetzt nicht nahtlos anknüpfen. Wir wollen es ausnutzen, dass wir uns in der Tabelle weiter verbessern können.“ Die Chance, die sich für Borussia Dortmund nach der Niederlage vom Tabellendritten Bayer Leverkusen bei Union Berlin am Freitagabend (0:1) und dem Unentschieden zwischen dem VfL Wolfsburg und dem Tabellenzweiten RB Leipzig (2:2) am Samstagnachmittag bot, blieb ungenutzt. Statt sich über die Ausrutscher der Konkurrenz freuen zu dürfen, musste sich der BVB am Ende über sich selbst ärgern.

Der große Unterschied zwischen dem BVB und dem FC Bayern

Das hat mittlerweile, und das ist die besorgniserregende Nachricht für die Borussia, System. Der Datendienstleister Deltatre zählt seit Sommer 2018 acht Bundesliga-Niederlagen des BVB gegen Mannschaften, die zu den Abstiegskandidaten zählen oder mal zählten (zwei gegen Augsburg, je eine gegen Fortuna Düsseldorf, den FC Schalke 04, Union Berlin, den 1. FSV Mainz 05, den 1. FC Köln sowie den VfB Stuttgart). Zum Vergleich: Der Serienmeister Bayern München leistete sich im selben Zeitraum keine einzige Niederlage gegen eines dieser Teams.

Über den Autor
BVB-Redaktion
Tobias Jöhren, Jahrgang 1986, hat an der Deutschen Sporthochschule in Köln studiert. Seit 2013 ist er Mitglied der Sportredaktion von Lensing Media – und findet trotz seines Berufes, dass Fußball nur die schönste Nebensache der Welt ist.
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Tobias Jöhren

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