Nico Schulz (r.) unterlieg gegen Frankfurt sein erstes Bundesliga-Eigentor, Erling Haaland leidet unter einem Heimfluch. © imago / firo
09 Fakten

Schulz setzt skurrile Frankfurt-Serie fort – BVB-Heimfluch für Haaland

Nico Schulz krönt eine schwache Leistung gegen Frankfurt mit einer unglücklichen Premiere. BVB-Torjäger Erling Haaland setzt eine merkwürdige Serie fort. Die 09 Fakten.

01.) Erste Heim-Niederlage unter Terzic: Im neunten Heimspiel unter Trainer Edin Terzic hat Borussia Dortmund die erste Niederlage kassiert. Der BVB hat damit weiterhin nur 43 Punkte auf dem Konto – zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison waren es 14 Zähler mehr (57).

02.) Der erste Sieg seit elf Jahren: Eintracht Frankfurt hat erstmals seit über elf Jahren wieder in Dortmund gepunktet. Das war den Hessen zuletzt im Februar 2010 durch einen 3:2-Erfolg gelungen. Die Eintracht hat mit 50 Punkten nach 27 Spieltagen einen neuen Vereinsrekord aufgestellt und den Vorsprung auf den BVB auf sieben Punkte ausgebaut.

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03.) Mehr BVB-Torschüsse reichen nicht aus: Dortmund hat zwar mehr Torschüsse abgegeben (20:15), war etwas spielbestimmender und hatte auch bei den Expected-Goals die Nase vorn (1,8 zu 1,4). Insgesamt war die Leistung des BVB in diesem so wichtigen Duell um die Champions-League-Qualifikation aber zu wenig, um gegen clevere Frankfurter erfolgreich zu sein.

04.) Die Eigentor-Profiteure: Nico Schulz unterlief in seinem 144. Bundesliga-Spiel erstmals ein Eigentor. Die Frankfurter haben es dankend angenommen. In dieser Saison haben die Hessen bereits zum sechsten Mal von einem Eigentor der Gegner profitiert. Das ist mit großem Abstand der Ligahöchstwert (kein anderes Team häufiger als dreimal).

05.) Tore sind garantiert: Borussia Dortmund hat in den vergangenen 25 Bundesliga-Partien immer getroffen – für die Borussen ist das die viertlängste Serie ihrer Historie (die längste seit über fünf Jahren). Frankfurt hat eine ähnliche lange Serie aufzuweisen und in den vergangenen 22 Bundesliga-Spielen immer mindestens ein Tor erzielt – das ist für die Eintracht die längste derartige Serie seit dem Jahr 1977.

06.) Treffsicherer Abwehrspieler: Mats Hummels hat schon zum vierten Mal in dieser Saison getroffen. Das ist unter den Abwehrspielern der geteilte Ligahöchstwert in dieser Saison – zusammen mit Friedrich, Lienhart und Orban. Hummels traf damit 2020/21 so oft wie in seinen vorherigen vier Spielzeiten insgesamt (jeweils einmal). Nur in den Spielzeiten 09/10 und 10/11 traf er häufiger (jeweils fünfmal).

07.) Can stark im Zweikampf, Bellingham schwach: Obwohl Emre Can zuletzt in den drei Länderspielen jeweils durchgespielt hat, war er gegen die SGE topfit: Der 27-Jährige gewann 69 Prozent seiner Zweikämpfe (beim BVB nur Mats Hummels mehr: 78 Prozent) und bereitete den 1:1-Ausgleich vor. Jude Bellingham dagegen ist bis zu seiner Auswechslung von allen Spielern auf dem Platz am häufigsten mit dem Ball am Fuß unter Druck gesetzt worden. Das zeigte Wirkung: Der 17-Jährige gewann nur 41 Prozent seiner Zweikämpfe und war an keinem Torschuss beteiligt.

08.) Haalands Heimflaute: Erling Haaland hat nur in einem seiner vergangenen acht Bundesliga-Heimspiele getroffen (am 21. Spieltag beim 2:2 gegen Hoffenheim). Gegen die Eintracht war keiner seiner vier Torschüsse (BVB-Topwert) erfolgreich.

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09.) Guerreiro zeigt sich laufstark: Nach seiner einmonatigen Verletzungspause scheint Raphael Guerreiro wieder topfit zu sein. Der Portugiese war auf ungewohnter Position im Mittelfeld der laufstärkste BVB-Spieler (12,1 Kilometer). Marco Reus zeigte bis zu seiner Auswechslung die meisten Sprints aller BVB-Spieler (35) und gewann gute 57 Prozent seiner Zweikämpfe. In der Offensive leitete seine Ecke den 1:1-Ausgleich ein, seine drei Torschüsse blieben erfolglos.

Über die Autorin
BVB-Team
Liebt geschriebene Worte, wollte deshalb nie etwas anderes als Journalistin werden. 1989 geboren im Schwarzwald, aufgewachsen im Sauerland, heute in Dortmund zu Hause. Erzählt seit 2013 die Geschichten dieser Stadt, ihrer Menschen und ihres schwarzgelben Fußballklubs.
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